Kerkyra, 11. Juli 2026

Und schon ist unser letzter Tag da, Eileen wird morgen früh um 6:30 h von einem Taxi abgeholt werden und wir werden uns 8:45 h auf den Weg zum Flughafen machen. Wir versuchen digital einzuchecken und plötzlich ist mein Sitzplatz weg. Jetzt einen Sitzplatz buchen bedeutet €17,00 extra zahlen. Da wir darauf keine Lust haben, springen wir kurz zum Flughafen rüber, haben dort aber leider keinen Erfolg. Zum Glück probiert es Boris nochmal und dann klappt es. In Kerkyra führt am Meer entlang die Esplanade, die sich durch einen schmalen Park zieht. Nach Norden kommt man so zu den Forts und der Altstadt von Kerkyra, nach Süden geht es zu mehreren Restaurants von denen aus wir schon am ersten Abend die alte Windmühle gesehen haben. Eileen findet im Netz ein Café/Speisesaal direkt daneben und so machen wir uns gegen 15:00 h auf den Weg dorthin, vorbei an kleinen Gazebos mit fließend Wasser, Spiel- und Sportplätzen und vielen Lavendelbüschen. Im Café haben wir Blick aufs Meer und schauen den Schiffen und den Sonnenbadenden zu. Auf dem Heimweg gönnen wir uns noch ein großes Eis und kaufen letzte Mitbringsel und Lebensmittel und dann gibt es daheim nochmal Pasta und anschließend wird gepackt und dann geht es ins Bett.

Kerkyra, 10. Juli 2026

Wir wollen die Mittagshitze vermeiden und erst zum Kaffeetrinken aus dem Haus und unsere Wahl fällt auf das „Café Central“, weil Eileen es noch nicht kennt. Inzwischen ist uns der Platz schon sehr vertraut, Boris freut sich über die Schwalben und wir Frauen betreiben People watching. Bald ziehen wir weiter, denn Eileen möchte ein Hemd für Dādy kaufen und Boris vielleicht noch eine Leinenhose. Die Einkäufe sind schnell gemacht (Hemd ja, Hose nein), wir holen noch frisches Basilikum und dann machen wir uns auf den Weg zum „Favela No. 17“ wo wir einen Cocktail trinken und zu Abend essen wollen. Boris und ich klettern kurz die Stufen zum neuen Fort hoch und Eileen kauft noch ein paar Geschenke und dann geht das große Verwirrspiel los. Die generelle Richtung ist klar, aber die Gässchen wollen nicht so wie wir wollen. Unsere Sorge, dass wir zu früh ankommen ist daher hinfällig, um 19:00 h sind wir endlich da und ganz schön hungrig. Das Essen ist nicht typisch für Korfu, aber sehr lecker. Für den Rückweg wählen wir die Strecke am Wasser entlang, sie ist zwar etwas länger, aber das Risiko sich zu verlaufen besteht nicht. Außerdem ist es sehr schön die Lichter am und im Wasser zu sehen, aus den Restaurants hört man zum Teil Live Jazz und auf einem Platz spielt eine korfutische Blaskapelle. So vergeht der Heimweg sehr schnell.

Kerkyra, 9. Juli 2026

Eileen möchte heute in das Archäologische Museum und Boris möchte ein Hemd kaufen. Deswegen gehen wir nach dem Frühstück getrennte Wege, Boris und ich zuerst zur Post und dann weiter in die Altstadt. Obwohl wir bereits zweimal dort waren, entdecken wir Ecken die für uns neu sind und zur Kaffeezeit das entzückende „Café Arthaus“. Wir finden mehrere Geschäfte mit in Griechenland produzierten Hemden und Boris sucht sich ein hellblaues aus. Anschließend machen wir uns auf den Heimweg, denn wir wollen im Café Central“ bei unserer reizenden Bedienung einen Spritz trinken. Noch kurz ein paar Sachen fürs Abendessen eingekauft und dann geht es heim zum Füße hochlegen. Eileen kommt etwas später, wir kochen zusammen Pasta, schnacken noch ein wenig und schon ist wieder ein Tag zu Ende.

Kerkyra, 8. Juli 2026

Heute wollen Eileen und ich schwimmen gehen. Zum Frühstück trinke ich einen leckeren griechischen Bergtee und als wir uns noch etwas hinlegen habe ich Kopfweh und mir ist übel und sehr schwindelig. Ob das der Tee war? Zum Glück hilft schlafen und eine Tablette und um 15:00 h bin ich wieder fit. Wir gehen nochmal in „Bochotis Konditorei“ und essen leckere Törtchen und danach machen wir uns auf den Weg. Unterwegs kommen wir an einer kleinen Ziegenfamilie vorbei und dann sind wir im Mon Repos Park in dem Prinz Philip seine ersten Schritte getan hat. Am Ende des Parks befindet sich ein kleiner Kiesstrand mit natürlichem Schatten. Boris setzt sich auf eine Mauer und wir zwei spielen Meerjungfrau. Das Wasser ist glasklar und hatte eine kühle Unterströmung und es ist einfach wunderbar im Meer zu sein. Erfrischt machen wir uns auf den Heimweg, legen uns noch ein wenig hin und dann gehen wir in „Avli“ wo das Essen zwar etwas teuer, aber sehr lecker ist. Zum Abschluss gibt es einen Arbaroriza, einen Likör aus Rotwein, Zucker, Zimt, Orangen und Duftpelargonien, sehr fein.

Kerkyra, 7. Juli 2026

Beim Brötchen holen werde ich von der Bäckersfrau wiedererkannt und strahlend begrüßt, wie schön. Im Supermarkt kaufe ich noch drei Liter Wasser, weil das Leitungswasser leider nicht trinkbar ist und dann geht es heim zum Frühstück. Unsere Wohnung liegt etwas am Rand vom Zentrum, deshalb gibt es hier viele Läden für den täglichen Bedarf und wenig Touristen. Nach dem Frühstück, also so gegen zwölf Uhr, machen wir uns zu Fuß auf in die Altstadt und entdecken neue Viertel. Als es Kaffeezeit wird, gehen wir zum „Favela No. 17“, einem kleinen Café/Restaurant das wir gestern gesehen haben. Hier gefällt es uns so gut, dass wir uns vornehmen auch mal zum Abendessen zu kommen. Wir versuchen den Rückweg ohne Handy zu finden, was uns auch beinahe gelingt. Daheim heißt es erstmal Füße hoch und dazu ein Kaltgetränk und dann machen wir Abendessen. Es gibt gegrillte Maiskolben die wir an einer kleinen Bude am Straßenrand gekauft haben, gegrillte Käsetoasts und Wassermelonensalat, superlecker. Wir schnacken noch ein wenig und dann gehen wir schlafen.

Kerkyra, 6. Juli 2026

Ich wache früh auf und nach dem Duschen mache ich mich auf die Jagd nach Frühstückszutaten. Ich erfahre, dass die Bäckerei erst um 9:00 h öffnet, es aber nicht weit enfernt noch eine zweite gibt. Alle sind sehr freundlich und hilfsbereit und ich gehe ganz beglückt zurück. Eileen ist schon wach und wir unterhalten uns bis Boris aufwacht. Nach einem leckeren Frühstück und ein wenig Recherche gehen wir zur Bushaltestelle, werden in die Stadt gefahren und lassen uns treiben. In einer Kirche stehen die Menschen Schlange um die Gebeine eines Heiligen anzuschauen. Daneben ist ein netter Platz mit Café, Zeit Pause zu machen. Gestärkt bummeln wir weiter, entkommen dem Touristentrubel, sehen kurz dem Treiben am Strand zu und dann fahren wir heim. Gestern Abend haben wir mit ein paar Männern geredet, die Stühle aus einer alten Pizzeria herausgetragen haben und sie haben uns erzählt wohin die Pizzeria umgezogen sei. Die wollen wir suchen, aber leider haben wir kein Glück. Wir essen in einer anderen Pizzeria Pizza mit sehr viel Käse und einen Salat mit sehr viel Eisbergsalat. Irgendwie haben wir „unser“ Restaurant noch nicht gefunden.

Unterwegs und in Kerkyra, 5. Juli 2026

Am Samstag habe ich um 23:45 h das Licht ausgemacht, zwei Stunden später klingelt mein Wecker mich aus dem Tiefschlaf. Ich gieße, frühstücke, verabschiede mich von Gustav und dann treffe ich mich mit Boris und wir gehen zur Haltestelle für den Nachtbus. Nach dem Umstieg in die S-Bahn sind wir kurz nach vier Uhr am Flughafen, fliegen pünktlich los, holen noch unseren Koffer und um 8:45 h stehen wir in der feucht-warmen Luft Korfus vor dem Flughafen. Weil es dort keine Gepäckaufbewahrung gibt bringen wir den Koffer zu einem externen kleinen Gebäude mit Schließfächern und dann geht es weiter, wir wollen schauen ob wir unsere Wohnung finden. Wir kommen auf jeden Fall zur richtigen Gegend und dort gibt es auch zwei Cafés und im „Café Central“ bekommen wir Iced Latte, frisch gepressten Orangensaft und gegrillte Käse-Sandwiches. Danach sieht die Welt schon viel besser aus. Wir bleiben noch etwas sitzen und schauen den älteren Herren (es gibt kaum weibliche Gäste) beim Debattieren zu. Zur Innenstadt ist es zu Fuß zu weit, aber das Meer und ein kleiner Park sind in Laufnähe. Auf einer Bank ruhen wir uns etwas aus und um 13:00 h weckt mich Boris mit der Frage, „Hast du die Uhr umgestellt?“. Mist, das habe ich vergessen, hier ist es bereits 14:00 h und genau jetzt sollte Eileen landen. Und wir haben versprochen sie abzuholen. Wir rasen zurück zum Flughafen um dort festzustellen, dass ihr Flug eine halbe Stunde Verspätung hat. Aber danach liegen wir uns endlich in den Armen, Boris schnappt sich ihren Koffer und kurz darauf stehen wir in unserem gemeinsamen Zuhause für eine Woche. Es gibt viel zu erzählen und gegen 15:00 h machen wir uns auf den Weg zu „Bochotis Konditorei“ und sind dort erstmal von der Kuchenauswahl überwältigt. Wir treffen unsere Wahl, alles schmeckt sehr lecker und so vergeht die Zeit wie im Flug. Daheim legen wir uns kurz hin und dann ist es auch schon Zeit essen zu gehen. Wir wählen das „Mikri Garitsa“ und finden das Essen okay, aber den Kellner dafür sehr lustig. Der Tag ist zu Ende und wir fallen in unsere Betten und schlafen sofort ein.

26. April 2026, Berlin

Nach dem Frühstück packen wir zusammen und räumen ein wenig auf und dann hängen wir etwas lustlos auf dem Sofa herum. Der Flohmarkt findet nur jeden zweiten Sonntag statt (heute leider nicht), für den „Garten der Welten“ reicht die Zeit nicht mehr und der verkaufsoffene Sonntag betrifft nur Einrichtungsgeschäfte. Da sind wir in so einer tollen Stadt und wissen nicht was wir machen sollen. Also schlendern wir noch ein wenig im Kiez herum, stehen plötzlich am Tempelhofer Feld, bummeln über eine Fahrrad-Börse und dann fahren wir zum Alex, schauen uns dort das spacige Kongresszentrum der ehemaligen DDR an, gehen rüber zur Museumsinsel wo sich anscheinend Brautpaare gerne fotografieren lassen und schon ist es Kaffeezeit. Wir gehen in Bahnhofsnähe ins „Lantana“ zu liebevoll angerichtet Kuchen und entspannen ein wenig. Kurz nach 16:00 h sitzen wir im Zug und kommen 4 3/4 Stunden später mit nur einer Minute Verspätung in Stuttgart an.

25. April 2026, Berlin

Heute steht einiges auf der Liste und nach dem Frühstück ziehen wir gleich los zum ersten Plattenladen wo Boris zwei Platten von dem hübschen aber etwas unbedarften Verkäufer ersteht. Ich widerstehe den Angeboten im großen Second Hand & Vintage Laden von Humana, einem Unternehmen welches aus den Erlösen des Verkaufs von gespendeter Kleidung Entwicklungsprojekte finanziert. Ich hab ja schon was im Kleiderschrank. Wir gehen weiter zum Stoffmarkt am Maybachufer, aber der ist etwas enttäuschend. Auf meiner Liste stehen noch drei Stoffläden, den ersten gibt es nicht, den zweiten nicht mehr, aber bei „Frau Tulpe“ kann ich endlich eintauchen in die Welt der Borten, Knöpfe und Stoffe. Damit ist meine Liste abgehakt, wir fahren zu einem letzten Plattenladen und dann nach Hause. Weil es in Neukölln sehr viele kleine Restaurants gibt, suchen wir uns heute einen Asiaten aus und lassen uns verwöhnen.

24. April 2026, Berlin

Wir frühstücken entspannt und lecker, packen schnell zusammen, checken aus und um 8:30 h sitzen wir im Bus, bereit für unsere Stadtrundfahrt. Der erste Halt ist der verbleibende Rest der Mauer und dann kommt ganz viel Geschichte der Stadt was mich neugierig auf mehr macht. Um 11:00 h haben wir einen Termin mit einem Pressereferenten im Ministerium für Gesundheit und erfahren viel darüber wie Politik gemacht wird. Uns schwirrt der Kopf, gut dass es jetzt leckeres Essen im vietnamesischen Restaurant „Maman“ gibt. Von dort ist es nicht weit zu unserem letzten gemeinsamen Stopp, dem „Futurium — Haus der Zukünfte“ wo wir erstmal Kaffee trinken. Dann verabschieden wir uns von unseren Tischnachbarn und unseren Betreuern und schlendern noch ein wenig durch die spannende Ausstellung. Inzwischen ist es 17:00 h und wir machen uns auf den Weg zu Lenas Freundin um den Wohnungsschlüssel abzuholen, denn Lena ist leider in London, hat uns aber netterweise ihre Wohnung angeboten. Mit der Metro fahren wir zu einem Plattenladen und von dort aus zu Lenas Wohnung in Neukölln. Wir kaufen noch kurz genug für ein Vesper als Abendessen und unser Frühstück ein und dann ist Feierabend.