16. Mai, Brooklyn

Eigentlich wollte ich heute Nachmittag ins Queens Museum um mir das Modell, das in „Pretend it’s a City“ zu sehen war anzuschauen. Leider hat das Museum dienstags geschlossen. Dann wollte ich in die Central Library um meine IDNY zu beantragen nur um festzustellen, dass die Zeit nicht reichen würde. Tja, manche Tage sind halt so und da kann man nur eines tun, es sich mit einem Buch gemütlich machen.

15. Mai, Brooklyn

dig

Von der Bib habe ich zum Abschied das wunderbare Buch „The Intimate City“ vom M. Kimmelman geschenkt bekommen und habe heute die erste Walking Tour daraus gemacht, allerdings rückwärts. Los gehts beim alten Navy Yard und dann rüber zum Vinegar Hill. Dieses Viertel heißt nicht etwa so, weil dort Essig produziert wurde, sondern weil Vinegar auf gälisch (in etwa) Wald der Beeren bedeutet und die Stadtplaner so irische Immigranten anlocken wollten, was auch geklappt hat. Viel fiel 1937 den Abrissbirnen zum Opfer als begonnen wurde den Brooklyn-Queens-Expressway zu bauen. Wenn man unter ihm durchgeht, während oben die Metro fährt hört man sich selbst nicht. Und dann bin ich plötzlich in Dumbo, einem Viertel mit Cafés und kleinen Läden. Weiter geht’s zum Cadman Plaza mit dem riesigen War Memorial und daran schließen sich auch schon die Obst-Straßen (Cranberry, Orange, Pineapple) mit den hübschen Kutscherhäuschen an.

dig
dav

14. Mai, Brooklyn

dig

Es ist Sonntag und ich sehe sehr viele schick gekleidete Frauen (und auch ein paar schick gekleidete Männer). Eigentlich habe ich heute nichts besonderes vor, sondern will nur ein bisschen in Downtown Brooklyn herumstrolchen, mir die Brownstones und die alten Kutschenhäuser anschauen und zur Feier des Tages (schließlich ist Muttertag) einen Kaffee und ein süßes Stückle gönnen. So lässt es sich leben.

dav
dig

13. Mai, Brooklyn

dig

Heute findet im Brooklyn Bridge Park ein Kite flying Festival statt. Leider ist es recht windstill, aber das hält die Kinder, große und kleine, nicht davon ab unermüdlich herumzurennen. Alle haben einen Riesenspaß. Wer mag kann sich noch schminken lassen oder etwas basteln. Dazu spielen verschiedene Bands. Es gibt soviel zu sehen, aber nun will ich mir endlich die Zentralbibliothek von Brooklyn anschauen. Es wurde mir schon viel davon vorgeschwärmt und mit gutem Grund, sie ist echt wunderschön. Leider ist sie auch gut bestückt und meine Tasche ist beim Verlassen mal wieder schwerer als vorher.

sdr
dig

12. Mai, Brooklyn

Das Wetter ist mit 27 Grad hochsommerlich und ich beschließe mir Brighton Beach, auch als Little Odessa bekannt, anzuschauen. Aber erst mal ans Wasser und dank schwarzer Unterwäsche kann ich auch ganz ungeniert ein Sonnenbad nehmen, denn meinen Bikini hatte ich dummerweise nicht eingepackt. Besonders cool finde ich die futuristisch anmutenden Umkleide-/Toilettenbauten. Anschließend schlendere ich die Brightwater Avenue entlang an vielen Läden mit kyrillisch beschrifteten Schildern vorbei. Zum Schluss kaufe ich noch ein paar Lebensmittel, denn die Preise sind hier erheblich niedriger. Außerdem gibt es tolle Sachen die ich nicht kenne, z.B. Käse und Süßkram. Jetzt knurrt mir aber der Magen, ich folge also einem Restaurant-Tipp und gehe in ein russisches Lokal und bestelle Shurpa und Campote. Mal schauen was ich bekomme – eine sehr leckere Suppe mit viel Dill und eine Art verdünnter Kompottsaft in dem ein Stück Pflaume schwimmt. Im Hintergrund läuft MTV aus Russland.

dav
sdr

11. Mai, Brooklyn

Heute habe ich mal wieder einen etwas entspannteren Tag geplant. Gegen 11 h mache ich mich auf den Weg zum Marine Park. Kurz nach 12 h bin ich da und wie in den meisten größeren Parks gibt es eine große Anzahl an Spielfeldern für Baseball, Lacrosse und Soccer. Eigentlich will ich ja in den Naturpark, aber der ist dann etwas enttäuschend. Es wurde viel abgeholzt dadurch sieht man den ganzen Müll der sich angesammelt hat und alles sieht etwas trostlos aus. Die Vögel scheint das allerdings nicht weiter zu stören. Auf dem Heimweg entdecke ich einen Vorgarten von Mets-Fans und muss ein bisschen schmunzeln.

10. Mai, Manhattan

Heute geht es Downtown, erst mit dem L Train und dann mit dem J Train. Kaum im Financial District angekommen versuche ich einen der Hotspots die mir Google versprochen hat zu finden um mit Boris zu skypen. Klappt leider eher mittelmäßig. Danach geht’s weiter zum Büro der Metro um mir meinen Seniorenpass ausstellen zu lassen. Noch einen Blick in die Battery Urban Farm, ein Projekt für Schulen und alle Interessierten, eine Bretzel gekauft und dann starte ich am berühmten Bullen vorbei meinen ersten Avenue-Gang, den Broadway entlang. Mein schönstes Erlebnis – The Strand Bookstore. Beim Union Square steige ich müde, aber zufrieden in die Metro nach Hause.

dig

9. Mai, Brooklyn

Heute nix groß gemacht. Gegoogelt, geskypt, telefoniert, gelesen und einen kleinen Spaziergang (also max. 4 km) gemacht. Daher gibt es auch heute keine Fotos.

8. Mai, Brooklyn

Heute will ich meinen Bibliotheksausweis abholen. Ich mache mich auf den Weg zur 59th St, frage unterwegs einen Briefträger und lande in einem ganz anderen Branch als geplant. Schnell noch ein Buch mit Walking Tours in NYC ausgeliehen und dann zu dem Branch zu dem ich ursprünglich wollte – bei mir gleich ums Eck. Jetzt weiß ich das auch. Unterwegs werde ich von einem Icecream Truck verfolgt. Um 14 h ist Skype Termin mit Boris und ich finde kein öffentliches WLAN. Endlich sehe ich einen Dunkin Donuts, yeah. Leider ist er nicht bestuhlt, ich skype also auf der Straße. Fix und foxi weiter zu Sister Eileen, unserer (hoffentlich) zukünftigen Vermieterin. Das werden dann zwei sehr nette Stunden, sie hat viel erlebt, ist viel gereist, wir sind uns gleich sympathisch, das wird sicher toll. Zur großen Freude einen Target (Kaufhaus) mit Targethund entdeckt. Und einen Grünstreifen mit Kunst aus Müll. Noch einen kurzen Abstecher in den Park und danach same procedure as yesterday. Das waren dann wieder ca. 16 km, uff.

7. Mai, Brooklyn

Heute geht’s los mit Exploring. Erst zum van Wyck Park mit dem ältesten Farmhaus New Yorks, der ist leider wegen Umbauten geschlossen. Dann zum Holy Cross Cemetary, der ist riesig und ich finde den Eingang nicht. Außerdem ist drin keine Menschenseele zu sehen, very strange. Kurz einen Schlenker zum Church Street Festival und dann weiter zum Prospect Park, Baseball gucken und Enten und Hunde mit ihren Menschen. Und dann Richtung Heimat ein Stück die crazy Flatbush Avenue entlang wo auch das wunderbare King’s Theater ist. Weiter durch endlos lange Straßen. Manchmal grüßt man sich, fragt wie es geht, wünscht sich einen „good one“. Und wenn man Glück hat, entdeckt man unter ein paar hübschen Korbstühlen vielleicht eine verschlafene Katze. Nach ca. 16 km endlich daheim, das war ein langer Tag.

sdr