20. Oktober, Brooklyn

Boris macht sich auf den Weg nach Manhattan und ich hole meine Blogeinträge nach, erledige noch ein bisschen Korrespondenz und gehe dann zur Bibliothek, zum Supermarkt, und zum Liquor Store. Es nieselt. Zurück daheim mache ich es mir mit Kaffee und Buch gemütlich. Kurz darauf kommt Boris heim und wir machen uns auf den Weg zu einem Thriftshop in der Nachbarschaft. Leider wird der Regen immer stärker, wir nehmen den Bus, ich verpasse die Haltestelle, wir wetzen los, werden pitschnass und stehen zehn Minuten nach fünf Uhr vor verschlossenen Türen. Das war wohl leider nichts, aber zum Glück haben wir noch ein Highlight heute Abend, unser Dinner mit Eileen und Francis. Ich hatte ihm ein paar Löcher in seinem Pullover gestopft und als Dankeschön kocht er für uns Black Rice, ein typisch haitisches Gericht. Eileen macht einen köstlichen Salat dazu und ich ein Trifle und es wird ein sehr lustiger Abend.

19. Oktober, Manhattan

sdr

Wir wollen uns noch ein letztes Mal mit Heike und Sue treffen, bevor sie zurück nach Großbritannien fliegen und verabreden uns in der großen Halle der Grand Central Station. Dan, ein Freund und Geschäftspartner von Heike ist dazu gestoßen und zu fünft gehen wir ins „Pershing Square“ um noch ein bisschen zu schnacken und etwas zu trinken. Anschließend geht es für die drei Richtung Flughafen und wir gehen zum Anleger an der 34th Street um mit der Fähre nach Red Hook zu fahren. Leider dauert alles etwas länger als geplant, wir disponieren um und gehen in DUMBO zu „Jacques Torres“ Kaffee trinken, machen einen kurzen Abstecher in die kleine, aber schicke Bibliothek und fahren dann mit der Fähre zurück nach Greenpoint um im „Salsa“ Pizza zu essen.

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dav

18. Oktober, Boston

sdr

Nach einem ausführlichen Frühstück packen wir alles zusammen, checken aus und machen uns auf den Weg zurück nach Downtown Boston. Wir schlendern über den Boston Common, durch den Public Garden und dann die Commonwealth Avenue mit ihren prächtigen Häusern entlang. Boris durchstöbert einen Plattenladenden, den er vorher herausgesucht hatte und dann fahren wir ein Stückchen Bus vorbei an all den vielen Universitätsgebäuden zu einem Thriftshop. Zurück nach Downtown fahren wir mit der Metro und ersteigen dann Beacon Hill um uns durch diesen wunderschönen alten Stadtteil treiben zu lassen. Inzwischen ist es höchste Zeit für einen Kaffee und wir finden zum Glück auch sehr schnell eines mit leckeren Teilchen. Boris will noch in einen Plattenladen bei der Quincey Hall und ich will dort eine Portion Clamchowder (Muschelsuppe) essen. Und dann ist es auch schon Zeit sich auf den Weg zum Bahnhof zu machen, dieses Mal klappt alles wunderbar und um halb zwölf sind wir daheim.

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mde

17. Oktober, Boston

dav

Unser Bus soll um 10 Uhr losfahren, wir stehen um 8 Uhr auf und sind wie gewünscht pünktlich um 9:30 am Port Authority, dem unterirdischen Busbahnhof von New York City. 45 Minuten später kommt die Information, dass der Bus erst um 11 Uhr abfahren wird, vielleicht auch erst um 11:15 h. Es wird schließlich kurz vor 12 Uhr bevor wir loskommen und wir sind daher auch erst um 16:30 h in Boston. Unser Hotel liegt ca. eine Stunde vom Bahnhof entfernt, Downtown zum Glück nur zehn Minuten und da wir mit leichtem Gepäck reisen, beschließen wir erst ein bisschen herum zu gehen, dann etwas zu essen und erst danach zum Hotel zu fahren. Bei leichtem Nieselregen ziehen wir los, betreten durch das Chinesische Tor Bostons Chinatown und holen uns erstmal etwas zu essen auf die Hand. Wir bummeln durch die Straßen, gehen in ein paar Läden um nach einer Mütze für Boris zu schauen und landen am Schluss in der Faneuil Hall und der Quincey Hall, den beiden alten Markthalle von Boston. Zum Abendessen gibt es einen nachhaltigen Vegi Burger und Pommes die leider lätschig sind. Damit wir hier in Boston flexibel sind, hatten wir uns bereits im Voraus für ein 24-Stunden Ticket entschieden. An der Haltestelle hilft uns ein netter junger Mann und erklärt uns auch gleich, dass die Red Line (das ist unsere Linie) zur Zeit nur einen kurzen Abschnitt fährt und wir für den Rest der Strecke den Shuttlebus nehmen sollen. Wir steigen an der letzten Haltestelle aus und sind beeindruckt davon wie gut alles organisiert ist, denn auch hier steht ein junger Mann und dirigiert die Fahrgäste weiter. Noch ein letzter Bus und wir haben unser Ziel erreicht, nur leider fährt uns der vor der Nase weg. Dafür werden wir auf unsere Frage, wann der nächste Bus fährt, sofort auf deutsch begrüßt und es folgen sehr vergnügliche 25 Minuten mit Bobby aus der Dominikanischen Republik der drei Monate in Recklinghausen verbracht hat. Auch unsere Busfahrerin ist sehr lustig und so marschieren wir versöhnt die letzten 500 m zum Hotel, checken ein und sinken bald darauf erschöpft in unser Kingsize Bett und kurze Zeit später in den Schlaf.

sdr

16. Oktober, Manhattan

dav

Mit Heike und Sue haben wir ausgemacht uns gegen 13 Uhr in Manhattan zu treffen. Viertel vor 12 Uhr ist mein Kurs zu Ende und wir versuchen zu kommunizieren, leider ohne Erfolg. Damit nicht zuviel Zeit verloren geht, fahren wir trotzdem los und finden dann auch in Bryant Park zusammen. Ein Muss für jeden der ein paar Tage in NYC verbringt ist natürlich die Fahrt mit der Fähre nach Staten Island und wir haben so herrliches Wetter, dass es auch richtig Spaß macht. Boris und ich holen uns vorher noch was Süßes und einen Kaffee bei Dunkin Donuts, denn das stand bei mir noch auf der Agenda. Weil ich weiß, dass mich ein Zuckerschock erwartet, bin ich höchst zufrieden, aber für Boris ist es eher eine Enttäuschung. Auf Staten Island bummeln wir durch den Outlet Mall, die zwei Urlauberinnen shoppen ein bisschen und dann ist es auch schon Zeit zurück zu fahren.

15. Oktober, Manhattan

dig

Gestern sind Heike und Sue angekommen und wir vereinbaren, dass wir sie vom Hotel abholen und dann gemeinsam in das Museum für Art und Design gehen. Leider war die „Eintritt-frei“ Aktion nur im September und da die zwei bereits ein Abendprogramm haben und die Zeit daher etwas knapp ist, beschließen wir lieber Kaffee trinken zu gehen. Wir gehen in den Museums Shop und Boris und ich schauen auf dem Stadtplan nach, wie wir am besten zu einem kleinen Cafe auf der Amsterdam Avenue kommen. Da tritt die Verkäuferin auf uns zu und bietet ihre Hilfe an, denn es ist Wochenende und alle Züge fahren anders als unter der Woche. Sie empfiehlt die Linie 1, wir bedanken uns und warten an der Ampel um zur Haltestelle zu gehen, da steht sie plötzlich neben uns, um uns zu sagen, dass die Linie 1 heute hier gar nicht hält. Wie nett, so sind sie eben auch, die New Yorker. Wir bedanken uns erneut und gehen dann in ein anderes Café um die Ecke. Frisch gestärkt machen wir noch einen Abstecher in das Kaufhaus Nordstrom, bewundern die tanzenden Bären an der Fassade des „Russian Tearoom“ und dann müssen Heike und Sue auch schon los und wir zwei machen uns auf den Weg nach Brooklyn. An der Haltestelle gibt es dieses Mal keine Mosaike, sondern Bleistiftzeichnungen die mir auch sehr gut gefallen. In der Metro sehen wir mehrere Besucher der ComicCon, zum Teil sind sie kostümiert und manche sind ganz aufgeregt und freuen sich über all ihre Einkäufe. Weil Boris nur einen warmen Pullover dabei hat und ich kürzlich in einem Thriftshop mehrere Kaschmirpullover für Herren gesehen hatte, schauen wir dort noch kurz vorbei und finden auch einen der ihm passt. Wir gehen weiter Richtung Zuhause und ich bekomme endlich Gelegenheit die hübschen Reihenhäuser mit Fachwerk, die ich schon öfter vom Bus aus gesehen hatte, zu fotografieren. Wir kaufen noch kurz ein paar Lebensmittel und dann geht es heim.

dav
sdr

14. Oktober, Manhattan

Boris geht heute auf eine große Plattenbörse und ich ziehe mich warm an, denn es regnet, und fahre zum American Folk Art Museum. Es ist relativ klein und eine Daueraustellung scheint es nicht zu geben. Ein bisschen hatte ich mich schon auf Arbeiten von Rizzoli und Darger gefreut, aber die Quilt Ausstellung ist auch sehr beeindruckend und ich sehe zum ersten Mal die Stickereien von Raymond Materson, der im Gefängnis anfing mit Faden aus aufgeribbelten Socken Bilder zu sticken. Anschließend gehe ich noch in den Park Conservancy Thriftshop, kaufe mir auf dem Markt einen Scone und dann fahre ich heim zu Tee, Decke und Buch.

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13. Oktober, Brooklyn

dav

Weil das Wetter morgen schlecht werden soll, wollen wir heute nach Red Hook. Aber zuerst besuchen wir noch einmal Industry City, probieren die Schokolade deren Zubereitung man durchs Fenster beobachten kann, kaufen einen Schnick-Schnack im japanischen $1 Laden, wühlen uns durch Platten (Boris), sind bezaubert von der wunderschönen Papeterie, und widerstehen den Verlockungen der Bäckerei, denn die Backwaren im „Baked“ in Red Hook sind einfach unübertroffen. Im Plattenladen ist eine neue Lieferung eingetroffen, es läuft Discomusik und die Betreiber singen mit und tanzen dazu, was für ein lustiger Laden. Wir gehen noch bei Ikea vorbei, um zu prüfen ob Ikea USA anders ist als Ikea Deutschland — ist es nicht und wie immer finden wir fast nicht hinaus. Zum Glück kommt gleich ein Bus, denn um 19 Uhr bin ich mit Tunisia und Björn beim Inder verabredet. Ein bisschen komme ich zu spät und weil am Nebentisch eine Gruppe von 20 Personen sitzt, bleiben wir auch nicht lange, sondern bummeln lieber eine Stunde durch die Straßen und trinken zum Schluss noch einen Absacker bevor wir uns auf den Heimweg machen.

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dav

12. Oktober, Brooklyn

12:15 h, ich muss los. Weil die Busse so unregelmäßig fahren und oft im Stau stecken, gehe ich zu Fuß zur Uni. Als Fremde zu einer, doch recht eingeschworenen Gruppe zu stoßen ist ja nicht immer leicht, aber inzwischen kennen mich ein paar bereits und alle sind sehr lieb. Das heutige Thema lautet Film und Kinos und ist wieder sehr spannend und die anschließende Diskussion ist auch sehr interessant, weil viele von ihren eigenen Erfahrungen erzählen. Den Kurs über Indien schwänze ich heute und gehe stattdessen zum Aldi um Käse und Schokolade zu kaufen. Hier in der Nähe soll es auch einen tollen Thriftshop geben, aber die Karte zeigt leider nichts an, dafür aber zwei Läden bei uns um die Ecke. Dort fahre ich hin und im ersten Laden kaufe ich von dem Stand mit dem Hinweis „Look what $1 can buy you“ ein blaues T-Shirt. Auf dem Weg zum nächsten Laden mache ich eine kleine Pause in einem Café und danach verfallen ich in einen Kaufrausch und erstehe eine Jeans, ein T-Shirt, ein Kleid, einen Pullover, und zwei Jacken. Mit vollem Rucksack torkele ich nach Hause.

11. Oktober, Manhattan

sdr

Um 12 Uhr bin ich mit Verena beim „Takahachi“ zum Mittagessen verabredet. Leider ist es total voll, aber zum Glück gibt es um die Ecke die dänische Bäckerei-Kette „Ole & Steen“, bei der man auch kleine Salate und Ähnliches bekommt. Die Zeit vergeht wie im Flug und Verena muss ja leider zurück zur Arbeit und deshalb verabschieden wir uns. Ich wollte eigentlich endlich ins American Folk Art Museum, aber das Wetter ist so schön, dass ich mich für eine Fahrt mit der Fähre entscheide. Die Haltestelle auf dem Weg zum Anleger hat eine irre Lichtinstallation und ich bedauere mal wieder, dass es in Stuttgart so wenige sehenswerte Haltestellen gibt. Die Fähre kommt schnell und vom Wasser aus gesehen wird das kontrastreiche dieser Stadt, Backbord die Manhattan Skyline und Steuerbord der nette kleine Brooklyn Bridge Anleger, wieder mal sehr deutlich. Ich steige versehentlich schon in Greenpoint aus, aber das Schiff liegt noch an und der nette Fährmann lässt mich wieder an Bord. Zurück in Manhattan ist es dann doch schon recht spät und ich verschiebe den Museumsbesuch erneut und fahre heim.

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