1. September, Manhattan

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Als erstes fegen wir nach dem Aufstehen die toten Kakerlaken aus unserem Fach im Küchenschrank und vom Boden zusammen und bringen den Müll samt Kakerlaken raus. Nach dem Frühstück fahren wir zur Jefferson Market Library im Greenwich Village, denn dieses alte ehemalige Gerichtsgebäude will ich Boris unbedingt zeigen. Es gibt wieder eine kleine Ausstellung, dieses Mal mit Arbeiten von Tom Manco, der aus alten Kartons kleine Häuser baut. Weil ich die Bücher für die Kurse am Brooklyn College nicht alle in der Brooklyn Library bekomme, lasse ich mir noch für die NYC Library einen Ausweis erstellen. Jetzt darf ich auch in Manhattan, Staten Island, und in der Bronx Bücher ausleihen und mir in der Präsenzbibliothek auf der 5th Avenue unter der Aufsicht der beiden NYC-Library Löwen, „Patience“ und „Fortitude“ Bücher anschauen. Bei meinen Recherchen nach dem besten Donut in New York City bin ich auf die „Bar Pisellino“ gestoßen und da es Zeit für einen Kaffee ist und sie in der Nähe liegt, gehen wir dort hin. Das Café ist gut besucht, aber wir ergattern einen kleinen Tisch und genießen das Leute beobachten am Samstag Nachmittag im Village. Anschließend fahren wir noch zu einem Plattenladen und dann ist es auch schon spät und Zeit für den Heimweg.

sdr

31. August, Manhattan

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In Chinatown gibt es einen Laden in dem ich Schnickschnack gesehen habe, den ich mir heute kaufen will und Boris hat in der Nähe in einem kleinen Plattenladen eine Platte gesehen, die er haben möchte. Wir fahren los, steigen an der Grand Street mit dem wunderbaren Keramikfries aus, gehen shoppen, schlendern noch etwas herum, trinken einen Kaffee und essen je ein Stück asiatischen Käsekuchen und asiatische Schwarzwälder Kirschtorte (sehr lecker und nicht zu süß) und dann fahren wir auch schon wieder heim, denn um sieben Uhr wollen wir in Williamsburg sein. Zu Hause erwartet uns Francis, der Freund von Eileen der, weil sie ja gerade im Urlaub ist, am Nachmittag den Kammerjäger ins Haus gelassen hatte. Denn seit Mitte Juli hat die Kakerlakenplage sehr zugenommen und Fallen und Spray helfen nichts mehr, hier muss ein Fachmann ran. Wir besprechen kurz mit Francis was morgen zu tun ist, packen unser Abendessen ein und sind pünktlich in Williamsburg wo heute in einem Park der neue Antman Film gezeigt wird. Als Sponsorengeschenke gibt es drei verschiedene Getränkearten, kleine Fläschchen mit Kefir, Schokolade, Sonnenbrillen (wir dachten es sind 3D Brillen und haben uns schon gefreut) und für jeden einen Strandstuhl mit Decke. Der Film ist ok, aber die Atmosphäre ist so schön, dass es auf jeden Fall ein gelungener Abend ist.

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30. August, Brooklyn

Ein Haushaltstag, wir werfen die Waschmaschine an und gehen los in den Supermarkt. Bis dann alles weggeräumt und aufgehängt ist, ist es Zeit für mich mich ein letztes Mal mit meinen Flatbush Buchkindern zu treffen. Ich habe alle Bücher gefaltet und mit Löchern versehen und nun binden wir sie gemeinsam. Weil noch viele Kinder im Urlaub sind, ist es eine sehr kleine Truppe und so lerne ich die Kinder etwas besser kennen. Schade, dass es vorbei ist, aber ich werde bestimmt einige wieder sehen, wenn ich in die Bibliothek gehe.

29. August, Manhattan

dav

Unser Tag beginnt in Manhattan und während Boris schauen geht ob neue Platten geliefert wurden, gehe ich nochmal in den Fashion District um ein bisschen zu stoppen und dann vorbei am Shoppingcenter „Hudson Yards“ über die Highline zu einem Thriftshop wo ich mir ein Kleid kaufe. Um 14:30 h sind wir mit Birger und seinen Reisebegleitern Waldemar und dessen Söhnen in Brooklyn in „Der Pioneer“ verabredet. Bis alle da sind und Kaffee getrunken haben, ist es schon etwas zu spät um noch viel von Brooklyn zu zeigen. Wir fahren zusammen zur Central Library um die Jay-Z Ausstellung anzuschauen und spazieren anschließend ein Stückchen durch den Prospect Park am Bootshaus vorbei zur Bushaltestelle und dann ist es auch bereits Zeit essen zu gehen. Unser Lieblings-Thai Restaurant hat leider geschlossen, aber es gibt ein weiteres Thai Restaurants in der Nachbarschaft und wir essen lecker und sind am Schluss gut gesättigt.

sdr
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28. August, Brooklyn

Um 8 Uhr klingelt der Wecker, denn heute ist der Termin in der Central Library für unsere IDNYC. Als wir ankommen, stehen bereits sehr viele Menschen da und kurz vor 9 Uhr geht ein arges Gedränge los und es wird etwas ungemütlich. Security kommt dazu, es wird laut, aber dann beruhigen sich alle und es bildet sich eine Schlange. Und 45 Minuten später sind wir endlich im System und in zwei bis drei Wochen sollte dann auch unsere Karte in der Post sein, dann sind wir offiziell New York Residents. Eigentlich waren für heute 29 Grad angekündigt und nach dem Frühstück wollte ich noch ein letztes Mal an den Strand. Aber es ist kühl und bedeckt und außerdem muss ich drei Tage Blog nachtragen und die Bücher meiner Flatbush Buchkinder zum Binden vorbereiten. Deshalb bleibe ich daheim.

27. August, Brooklyn

sdr

Als erstes gehen wir heute zur Central Library um unsere Mietverträge auszudrucken, denn die benötigen wir morgen für unseren Termin für die IDNYC. Dann fahren wir weiter zur Industry City und verbringen dort den Rest des Tages mit herum bummeln.

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26. August, Bronx

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Ein bisschen haben wir uns vor der Bronx gedrückt, nicht nur weil es dort immer noch teils recht wild zugehen soll, sondern auch weil alle meine Bücher nicht viel darüber zeigen. Direkt bei der Metrohaltestelle sehen wir den Eingang zur „Finca del Sur“, einem der ersten Community Gardens in der Bronx. Das dort angebaute Gemüse wird zum Teil auf dem Wochenmarkt verkauft um den Garten zu finanzieren. Wir schlendern durch die Straßen und fotografieren die Häuser. Viele haben sehr schöne Verzierungen, sind aber leider oft in schlechtem Zustand. An einer Ecke sehen wir eine Bibliothek, gehen hinein und bewundern die tolle Innenausstattung und das machen wir auch im ehemaligen Teatro Puerto Rico, das heute eine Kirche ist. Ein junger Mann führt uns herum und zeigt uns stolz wie groß der Innenraum ist (fast so groß wie die Carnegie Hall, früher wurden wohl manchmal Cadillacs auf die Bühne gefahren). Leider sehen wir kein richtig nettes Café und beschließen daher mit dem Bus nach Jackson Heights zum Espresso 77 zu fahren. Es ist eine tolle Busfahrt inklusive der Strecke über die Bronx Whitestone Bridge. Am Queens-Ende der Brücke auf der rechten Seite liegt Malba mit einem kleinen Yachthafen und gepflegten Grundstücken mit großen Häusern darauf. Der Kontrast zur Bronx könnte kaum größer sein. In Jackson Heights ist wieder Flohmarkt und nach einem geeisten Kaffee geht es über die Roosevelt Avenue zur Metro und dann heim.

dav

25. August, Hoboken, NJ

Der Titel ist etwas übertrieben, denn wir hängen den Tag über faul zuhause herum bis es gegen 14 Uhr einen Riesenschlag tut. Wir stürzen ans Fenster und sehen, dass drei Häuser weiter ein Viertel eines Baums quer über der Straße liegt. Ich gehe runter zu den Nachbarn um zu schauen ob ich helfen kann und zusammen sägen wir die größten Äste klein und beugen alles am Straßenrand auf. Um halb fünf gehe ich los Richtung Manhattan. Auf unserem Weg zur Metrostation kommen wir immer an einem Stand vorbei, der zugeschnittenes Obst und Zuckerrohrsaft verkauft und vor einem Barbershop liegt. Der Barber hat mich schon einmal gegrüßt und heute ruft er, als ich vorbei eile „Hey, when are you gonna talk to me?“. Ich halte an, wir schnacken kurz und vereinbaren uns bald etwas länger zu unterhalten. Dann fahre ich zum Port Authority Terminal, dem riesigen Busbahnhof mitten in der Stadt, um mein Ticket nach Hoboken, NJ zu kaufen. Dort wohnen Wakiko und Andrew und sie haben mich eingeladen mit ihnen essen zu gehen. Ich komme etwas zu früh an und mache ein paar Fotos von der NYC Skyline und gehe dann zu ihnen. Wakiko hat Wein und Snacks vorbereitet und dann gehen wir zu einem Italiener lecker essen.

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24. August, Brooklyn

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Bushwick ist für mich ein bisschen das East Village von Brooklyn, es ist ein wenig verratzt, es gibt viel Grafitti und viele Thrift Shops, mal nur für Musik, mal nur für Kleidung und mal bunt gemischt. Ich ergattere ein riesiges Flanellhemd und als es beginnt zu regnen, bin ich froh, dass ich etwas Warmes zum überziehen habe. Wir beschließen unseren Einkaufsbummel mit einem Besuch im Café Tikal und fahren dann heim, denn ich muss noch den Spinat zubereiten für unser großes Essen. Eileen macht ein indisches Hühnchengericht, ich ein Gemüsecurry und Lukas und Daniela bringen Profiteroles als Nachtisch. Dady Francis, der Freund von Eileen ist schon da und zum Schluss kommt noch Eran, ein ehemaliger Mieter, leider ohne Freundin Tiffany. Es wird ein sehr lustiger Abend und gegen Mitternacht taumeln wir pumpelsatt ins Bett.

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23. August, Brooklyn

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Nach dem Frühstück räume ich wieder einen Schwung Fotos auf und dann ist es auch schon Zeit für meine Flatbush Buchkinder. Leider sind viele in der letzten Ferienwoche weggefahren und es sind nur fünf Kinder da. Und weil die zwei Mädchen anscheinend frech waren, verbieten die Hausaufgabenbetreuer ihnen die Teilnahme an unserem Workshop. Es ist doch ganz schön anders als in Deutschland. So bekommen die drei Jungs die teilnehmen unsere volle Aufmerksamkeit und Liam, der am Anfang nur eine Malbuchseite ausgemalt hat, schreibt schließlich noch eine richtig schöne Geschichte. Am Abend gehen wir, mit zweimonatiger Verspätung (weil wir ja zwei Monate getrennt waren), lecker essen um unser 10-jähriges zu feiern.

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