22. Mai, Brooklyn

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Den Morgen verbringe ich ganz entspannt in der Central Library und im Prospect Park. Nach einer kleinen Stärkung geht es weiter Richtung Coney Island (von den Niederländern Konijn Eisland genannt, weil es dort so viele Kaninchen gab). Man merkt an dem großen Bahnhof mit vielen Gleisen, dass hier früher echt was los war (4. Juli 1947: 2,5 Millionen Menschen). Noch ist die Saison nicht eröffnet und bis auf ein paar Foodstände hat alles zu. Von weitem sehe ich das Wonder Wheel und muss an Woody Allans gleichnamigen Film denken. Langsam wird es spät und auch etwas frisch. Bevor ich ein paar Lebensmittel einkaufe und dann heimfahre, muss ich bei Nathan’s noch einen Chilli Cheese Dog essen. Er schmeckt erstaunlich lecker. Tunisia meint, jetzt sei ich eine echte New Yorkerin.

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21. Mai, Manhattan

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Der Central Park scheint mir das perfekte Ziel für einen Sonntagnachmittag. Durch den Dipway Arch, an dessen Lichtern Spatzen ihre Nester gebaut haben, bin ich sofort mitten im Gewimmel. Auf der Sheeps Meadow setze ich mich auf meine Decke, lese ein bisschen und lasse alles auf mich wirken. Aus der Ferne erklingt Discomusik, das ist bestimmt die Party anlässlich des Aids Walks. Stimmt, und es gibt tolle Cheerleader- und Tanzdarbietungen. Ich schlendere noch etwas herum, entdecke die Dairy und den Kinderberg und dann geht’s zurück nach Brooklyn, zum Vinegar Hill Flohmarkt. Der ist winzig und etwas traurig, deshalb kaufe ich einen Cupcake und mache mich auf den Heimweg. Im A Train gibt es zwei Minuten vor meiner Haltestelle Probleme mit dem Motor — 35 Minuten warten. Ich bin beeindruckt von der Geduld der Fahrgäste.

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sdr
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20. Mai, Brooklyn

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So sah der Plan für heute aus: erst zur Salvation Army, dann um 14 h Hochbeete in der Mill Basin Library bepflanzen und anschließend eine Cyanotypie erstellen und zum Abschluss des Tages ein Open Air Jazzkonzert im Rufus King Park in Queens. The best laid plans … wie man am Foto erkennen kann sind zwei Programmpunkte ins Wasser gefallen. Und ich sah irgendwann auch so aus. Also habe ich daheim schön warm geduscht und es mir mit Kaffee, Cookies und Buch gemütlich gemacht. Das bunte Foto ist noch von gestern — zur Aufheiterung.

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19. Mai, Brooklyn

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Mein zweiter Versuch meine IDNY zu beantragen schlägt leider auch fehl, weil man nun doch wieder einen Termin benötigt. Oder zur offenen Sprechstunde Montag oder Freitag früh kommen soll. Ich habe ja Zeit, wie schön. Die Metro bringt mich nach Bushwick zum lokalen Flohmarkt, der klein und sehr nett ist. Ich sehe einen wunderschönen Mantel, aber leider habe ich ja schon einen. Bushwick ist up and coming mit netten Läden und Lokalen. Weil ich noch keinen Hunger habe, kaufe ich mir was für später und fahre weiter zum Queens Museum. Die Haltestelle heißt „Mets“ und man sieht auch gleich das Stadion. Auf dem Weg zum Museum kommen mir im Park sehr viele glückliche Graduates mit ihren stolzen Eltern entgegen. Das Museum steht auf dem Gelände der 1964 Weltausstellung und ist leider wegen einer Tanzveranstaltung geschlossen. Dafür findet auf dem Platz davor eine chinesische Tanzveranstaltung statt. Es gibt verschiedene Gruppen und alle sehen sehr hübsch aus und haben viel Spaß. Zum Abschluss fahre ich noch eine Station weiter nach Downtown Flushing und schlendere ein bisschen durch die Läden.

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18. Mai, Brooklyn

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In Brooklyn gibt es zwei Salvation Army Läden und den in der Innenstadt will ich mir heute mal anschauen. Unterwgs sehe ich viele Graduates. Von 12 h bis 13 h hat dann das Büro für die IDNY in der Central Library Pause, da müsste 13:30 h gut passen denke ich. Die Pause ist leider verlegt auf 13 h bis 14 h und um 14 h gibt es ein Riesegerangel um den ersten Platz in der Schlange. Um 16 h will ich ja in „meiner“ Bib zum Movie & Pizza Nachmittag sein, also beschließe ich das mit der IDNY zu verschieben. Movie & Pizza war leider im Internet falsch eingetragen und schon am Dienstag gewesen. Deshalb hole ich mir im Key Food eine Tiefkühlpizza, ein Bier und Schoki und mache mir daheim meinen eigenen Movie & Pizza Nachmittag.

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17. Mai, Manhattan

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Auf meinem Weg zur Brooklyn Bridge bewundere ich die Glaskunst an einer überirdischen Metro Station. An manchen Stationen sind auch Mosaike oder Fotos angebracht, die unterirdischen Stationen sind da eher zurückhaltend. Für heute habe ich mir zwei Touren aus dem Buch vorgenommen, erst die Brooklyn Bridge und anschließend Chinatown. Von der Brücke aus hat man einen super Blick auf die Skylines von Manhattan und Brooklyn. Ich überholen eine Gruppe Schulkinder die gegen die hohen Preise von Obst und Gemüse protestiert und schon sind die 1,6 km vorbei und ich bin in Manhattan. Auf dem Weg zur Canal Street komme ich am alten Western Union Gebäude vorbei und bin von dem riesigen Art Deco Komplex etwas überwältigt. Dafür gefällt mir der Eingangsbereich sehr gut. Chinatown ist trotz Trumps Hetzkampagne zu Beginn der Pandemie immer noch bunt, laut und wuselig. Das Restaurant in das ich will, hat mittwochs geschlossen, aber es gibt reichlich Optionen. Ich esse eine Nudelsuppe mit sauer eingelegtem Kohl und als Nachtisch eine Portion Eis (grüner Tee und schwarzer Sesam) von der Chinatown Icecream Factory. Den Rest des Nachmittags schlendere ich herum, schau den Jungs ein bisschen beim bare hands racket ball zu und dann geht’s nach Hause.

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16. Mai, Brooklyn

Eigentlich wollte ich heute Nachmittag ins Queens Museum um mir das Modell, das in „Pretend it’s a City“ zu sehen war anzuschauen. Leider hat das Museum dienstags geschlossen. Dann wollte ich in die Central Library um meine IDNY zu beantragen nur um festzustellen, dass die Zeit nicht reichen würde. Tja, manche Tage sind halt so und da kann man nur eines tun, es sich mit einem Buch gemütlich machen.

15. Mai, Brooklyn

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Von der Bib habe ich zum Abschied das wunderbare Buch „The Intimate City“ vom M. Kimmelman geschenkt bekommen und habe heute die erste Walking Tour daraus gemacht, allerdings rückwärts. Los gehts beim alten Navy Yard und dann rüber zum Vinegar Hill. Dieses Viertel heißt nicht etwa so, weil dort Essig produziert wurde, sondern weil Vinegar auf gälisch (in etwa) Wald der Beeren bedeutet und die Stadtplaner so irische Immigranten anlocken wollten, was auch geklappt hat. Viel fiel 1937 den Abrissbirnen zum Opfer als begonnen wurde den Brooklyn-Queens-Expressway zu bauen. Wenn man unter ihm durchgeht, während oben die Metro fährt hört man sich selbst nicht. Und dann bin ich plötzlich in Dumbo, einem Viertel mit Cafés und kleinen Läden. Weiter geht’s zum Cadman Plaza mit dem riesigen War Memorial und daran schließen sich auch schon die Obst-Straßen (Cranberry, Orange, Pineapple) mit den hübschen Kutscherhäuschen an.

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14. Mai, Brooklyn

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Es ist Sonntag und ich sehe sehr viele schick gekleidete Frauen (und auch ein paar schick gekleidete Männer). Eigentlich habe ich heute nichts besonderes vor, sondern will nur ein bisschen in Downtown Brooklyn herumstrolchen, mir die Brownstones und die alten Kutschenhäuser anschauen und zur Feier des Tages (schließlich ist Muttertag) einen Kaffee und ein süßes Stückle gönnen. So lässt es sich leben.

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13. Mai, Brooklyn

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Heute findet im Brooklyn Bridge Park ein Kite flying Festival statt. Leider ist es recht windstill, aber das hält die Kinder, große und kleine, nicht davon ab unermüdlich herumzurennen. Alle haben einen Riesenspaß. Wer mag kann sich noch schminken lassen oder etwas basteln. Dazu spielen verschiedene Bands. Es gibt soviel zu sehen, aber nun will ich mir endlich die Zentralbibliothek von Brooklyn anschauen. Es wurde mir schon viel davon vorgeschwärmt und mit gutem Grund, sie ist echt wunderschön. Leider ist sie auch gut bestückt und meine Tasche ist beim Verlassen mal wieder schwerer als vorher.

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