30. August 2024, Markelfingen, Bodensee

Um 8:00 h fahren Ulla und ich erst Geld abheben und dann Brötchen und den berühmten Hefezopf kaufen. Wir frühstücken und verteilen die Aufgaben. Steffi und ich fahren zur Wohnung um die letzten Reste einzupacken. Oh je, es ist doch noch einiges da und wir packen und fahren dreimal, aber dann ist die Wohnung endlich leer. Wir packen aus was Sinn ergibt, viel Zeit für Fotos bleibt nicht und die Motive sind sowieso nicht sooo spannend und dann ist es wieder soweit — ab an den See. Heute Abend fahren wir nach Sipplingen zur „Seeliebe“, einer Strandbar die mit ihren Sonnenschirmen, Loungesesseln und schick gekleideten Menschen ein bisschen an die Cote d’Azur erinnert. Wir bekommen einen Tisch im Loungebereich den Hardy für uns besetzt hält während wir ins Wasser springen. Brrr, hier ist der See viel kälter, dafür versinken wir nicht im weichen Boden. Erfrischt setzen wir uns an unseren Tisch und, das ist das Schöne, der Service ist sehr nett und professionell obwohl wir völlig verstrubbelt sind.

29. August 2024, Markelfingen, Bodensee

Ulla zieht um und Steffi und ich, wir anderen beiden „Ladies of the Garage“ und Hardy fahren an den Bodensee um zu helfen. Steffi und Hardy holen mich gegen 11:30 h ab und 13:15 h sind wir vor Ort. Ulla hat zwei Männer mit einem Umzugs-Van engagiert, denn obwohl alles nur ca. 100 m die Straße hinunter transportiert werden muss, würden wir das bei den schweren Gegenständen wie Waschmaschine und Co. gar nicht schaffen. Ullas Tochter Julia begrüßt uns strahlend, wir ziehen uns kurz um und dann helfen wir mit. Um 16:00 h ist ein Großteil im Haus, die Männer verabschieden sich, wir packen noch ein paar Küchenkartons aus und dann ziehen wir unsere Schwimmsachen an und fahren an den See. Das Wasser ist herrlich und wir vier Nixen planschen vergnügt herum. Leider kann Hardy nicht mit ins Nass, weil ihm heute früh die Fäden von einer OP gezogen worden sind. Ulla hat für 18:00 h einen Tisch im „Bei Riebels“ auf der Reichenau bestellt und wir essen sehr lecker mit Blick auf den See. Den Nachtisch holen wir uns in einer Eisdiele, setzen uns auf eine Bank am Wasser und genießen den Sonnenuntergang. Irgendjemand lässt ein Modellflugzeug mit Motor fliegen und wir bewundern die Loopings und Schrauben. Leider kommen nun die Moskitos und wir verlassen diesen schönen Ort. Daheim planen wir noch den nächsten Tag und dann gehen wir schlafen.

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26. August 2024, Bremen und Heimfahrt

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Wir schlafen lange, bis ich vom Gezwitscher der Mauersegler geweckt werde. Ich helfe Dustin die Regalbretter über der Waschmaschine aufzuhängen, dazwischen kaufe ich kurz etwas ein und beginne einen der Balkonstühle anzuschleifen. Und schon ist es Zeit Zwiebeln zu schneiden, Wasser für die Piroggen aufzusetzen und anschließend alles aufzuessen. Wir hängen noch ein Bild über dem Sofa auf, Dustin muss ins Büro, ich habe noch ein bisschen Zeit zum chillen und dann gehe ich an der Wall-Anlage entlang zum Bahnhof. Die Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle und um 22:25 h bin ich daheim.

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25. August 2024, Bremen

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Dustin hat auf dem Festival übernachtet und ich schlafe lange, hole mir etwas beim Bäcker und frühstücke gemütlich. Kurz nach 12:00 h mache ich mich auf Schlängelpfaden auf den Weg zur Weser. Diese schmalen Straßen mit den hübschen Häusern, zum Teil mit schmiedeeisernen Wintergärten, sind einfach unglaublich charmant. Auf dem Deich schlendere ich zu dem Anleger der kleinen Fähre die alle acht Minuten zum anderen Ufer fährt. 1,5 Minuten benötigt sie pro Fahrt und für €3,20 bekommt man ein Rückfahrticket. Gegenüber liegen der Weserstrand und das „Cafe Sand“. Noch sind nicht viele Menschen da, ein paar Hunde spielen im Wasser, ich setze mich in den Sand, hinter mir findet ein Beachvolleyballspiel statt, es ist sehr entspannt. Nach einer Weile ziehe ich Schuhe und Strümpfe aus und wate ein wenig im Fluss herum und dann wird einer der großen Plastikstühle frei, ich schnappe ihn mir und beobachte die großen und kleinen Boote und die Kinder beim Spielen. Kurz nach 17:00 h bin ich wieder daheim und bald darauf kommt auch Dustin und wir chillen noch ein bisschen und gehen dann zum „Asia Bistro“. Es liegt über der Wohnung von Dustins erster WG und seit zehn Jahren stellt er dort für ein Abendessen die Mülltonnen hinaus. Wir werden herzlich begrüßt, essen lecker und gehen dann weiter zu Radio Bremen. Dort bekomme ich eine Tour und Dustin holt einen Arbeits-Laptop, damit er morgen Homeoffice machen kann. Und dann geht es heim.

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24. August 2024, Bremen

sdr

Wir machen uns gegen 11:00 h auf den Weg zu einem polnischen Supermarkt, weil Dustin die Piroggen im Urlaub so gut geschmeckt haben. 40 Minuten später werden wir fündig und decken uns mit diversen Sorten Piroggen und Krautsalat ein. Weiter geht es zum nächsten Stopp, dem Baumarkt mit Pflanzenabteilung. Wir erstehen: zwei große Regalbretter mit passenden Winkeln, Schrauben und Dübeln und Kantenumleimer, Schleifpapier und eine Dose Öl für die Balkonmöbel, zwei große Blumenkästen mit Untersetzern und Halterungen, eine Petersilien- und eine Rosmarinpflanze und 18 l Erde. Schwerbepackt marschieren wir zur Straßenbahnhaltestelle, steigen erleichtert ein um kurz darauf auf einen Falschparker zu stoßen der die Weiterfahrt verhindert. Also wieder raus und weiter marschiert. Zwei Minuten später werden wir von der Straßenbahn überholt. An der nächsten Haltestelle steigen wir in eine andere Bahn, die aber auch nicht weit kommt, denn nun staut sich der gesamte Verkehr auf Grund des Umzuges, denn heute findet in Bremen der Christopher Street Day statt. 18.000 Menschen werden erwartet (letztendlich werden es 23.000, soviele wie noch nie in Bremen) und da der Umzug im „Viertel“ enden wird, fahren die Straßenbahnen nur eingeschränkt. Wir beißen notgedrungen in den sauren Apfel und schleppen unsere Einkäufe den Rest des Weges nach Hause. Inzwischen ist es fast 15:00 h, Zeit etwas zu essen. Wir gehen in das „Ninetynine“ um deren Spezialität, Rührei Sandwiches, auszuprobieren. Das schmeckt recht lecker und macht gut satt. Aber ein bisschen Platz ist noch übrig, deshalb holen wir uns beim Bäcker einen Bienenstich zum Kaffee. Dustin bereitet noch ein bisschen etwas für die Regalbretter vor und macht sich dann auf den Weg zu einem Festival, um sich dort mit Lotta zu treffen. Ich bringe inzwischen die Blumenkästen an und pflanze Rosmarin und Petersilie ein. Und dann geht es ab ins Vergnügen. Auf der Bühne vor dem Goethe-Theater spielt eine Band gerade ihr letztes Stück und darf leider keine Zugabe mehr spielen, denn es gibt eine Sturmwarnung. Und deshalb gibt es ärgerlicherweise auch keine Auftritte von weiteren Bands. Ein Stück weiter, vor der Kunsthalle, gibt ein DJ sein Bestes und ich tanze ein bisschen, aber irgendwie finde ich die Musik etwas arg langsam, deshalb gehe ich heim.

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24. August 2024, Bremen

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Dustin muss arbeiten und ich verbringe den Vormittag damit unseren nächsten Urlaub zu buchen. Um 12:30 h ziehe ich los und fahre mit der Straßenbahn zum Hansator im Walle, dem Stadtteil in dem Dustin vorher gewohnt hat, um zu einem riesigen Laden für Gebrauchtwaren zu gehen. Es ist nett durch die alte Hood zu fahren, leider hat der Laden nur DiDoSa geöffnet und ich fahre wieder zurück. Der Ostertorsteinweg ist die Hauptstraße im „Viertel“, dem lebendigsten Stadtteil Bremens in dem Dustin seit kurzem wohnt. Hier gibt es viele kleine Läden, Cafés und Restaurants und auch alteingesessene Geschäfte und ich bummele vergnügt herum, kaufe ein paar Kunstkarten und halte schon mal die Augen auf, um später für mein leibliches Wohl sorgen zu können. Alle sind sehr freundlich und obwohl hier Straßenbahnen und Autos fahren und natürlich Fahrräder, ist es sehr entspannt. Rechts und links gehen kleine Sträßchen mit Kopfsteinpflaster ab auf denen man dem Gewusel entkommen kann. Am Ende der Straße gibt es einen coolen Laden mit Midcentury Möbeln und Geschirr und nachdem ich mir alles angeschaut habe drehe ich um und esse in einem türkischen Bistro einen vegetarischen Lahmacun. Es ist bereits kurz vor 16:00 h, zu spät für das Café vis a vis, aber zum Glück gibt es ja reichlich Auswahl und zwei Straßen weiter mache ich es mir mit Cappuccino, Pastel de nata und meinem Buch gemütlich. Mit vollem Bauch spazieren ich durch den Nieselregen, der inzwischen fällt, weiter Richtung zu Hause. Dort mache ich erstmal ein Schläfchen und dann arbeite ich an meinem Blog weiter. Dustin kommt kurz nach 21:00 h heim und wir gehen wieder in das „Malenchen“ und treffen dort Madeline und Ivan, mit denen Dustin zusammen arbeitet. Kurz darauf stößt Timo, den ich noch von Dustins dreißigtem Geburtstag kenne dazu und wir verbringen einen sehr netten Abend.

sdr
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22. August 2024, unterwegs nach Bremen

dav

Viertel vor zehn Uhr bin ich an Gleis 9, hole mir noch einen Cappuccino und gehe dann nach vorne, denn der Bahnsteig ist sehr voll. Der Zug fährt pünktlich ein und ich ergattere einen Platz auf der rechten Seite, mache es mir mit Buch und Musik gemütlich (ich muss ja nicht umsteigen) und freue mich auf die Strecke am Rhein entlang. Da kommt die Durchsage, der Zug sei defekt. Wir müssen alle aussteigen und auf den folgenden Zug nach Köln warten. Im Zug kommt es natürlich bei einigen Fahrgästen zu Diskussionen bezüglich der Gültigkeit der Sitzplatz-Reservierungen. Es folgt die Durchsage, dass der Zug aus Sicherheitsgründen erst los fahren kann, wenn sich ein Teil der Fahrgäste aus den überfüllten Abteilungen in die fast leeren Abteile begeben hat. Und dann geht es endlich los. In Mannheim müssen die Fahrgäste in den Norden (also auch ich) umsteigen um nach Hannover zu fahren. In Mainz gibt es einen medizinischen Notfall und daher 20 Minuten Verspätung und in Hannover gibt es einen Polizeieinsatz was zu weiterem Chaos führt. Aber das Bahnpersonal ist größtenteils sehr freundlich und geduldig. Um 17:19 h komme ich endlich in Bremen an und fahre mit der Straßenbahn zu Dustins neuer Wohnung. Wir schnacken ein wenig und gehen dann in ein kleines Ramen Restaurant mit coolen Büchern, anschließend noch in das „Malenchen“ auf ein Bierch und dann heim und auch gleich ins Bett.

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16. August 2024, Bad Saulgau

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Corinne und ich haben Anja zum Geburtstag einen Ausflug nach Bad Saulgau geschenkt. Warum Bad Saulgau? Weil die Journalistin Christiane Habermalz in ihrem Buch „Anstiftung zum Gärtnerischen Ungehorsam“ Bad Saulgau als Musterstadt für nachhaltiges städtisches Gärtnern dargestellt hat und wir alle drei neugierig geworden sind Wir treffen uns kurz vor neun Uhr, holen am Bahnhof noch etwas zu essen und zu trinken und dann geht es los. In Aulendorf müssen wir umsteigen und da wir fast eine dreiviertel Stunde Aufenthalt haben, köpfen wir eine Flasche Kessler und beobachten die Einparkkünste der Locals. Die Reise geht weiter und um 12:20 h kommen wir in Bad Saulgau an und spazieren über die Hauptstraße Richtung Zentrum. Leider machen viele Geschäfte bis 14:00 h Mittagspause, dafür finden wir das Restaurant „Kostbar“, das wir ausgewählt haben, sofort. Wir essen lecker zu Mittag, nur die vielen Wespen stören etwas. Dafür freuen wir uns umso mehr über die Störche. Dann ist es auch schon nach 14:00 h und die Tourist Information hat geöffnet. Anja hatte vom Franziskusgarten im Kloster Sießen gehört und dorthin lassen wir uns nun, in der Hoffnung dort auch ein Café vorzufinden, den Weg beschreiben. Es geht ein Stückchen durch den Ort und dann auf einem Fußweg unter Bäumen und durch Wiesen weiter. Wir betreiben ein wenig Baumbestimmung, schauen uns einen kleinen Friedhof und die dazugehörige Kapelle an und kurz darauf sind wir im Kloster und freuen uns über die Sonnenschirme auf der Café Terrasse. Leider gibt es keine Eiswürfel, weshalb Corinne und ich „nur“ einen Espresso mit viel kalter Milch bekommen, während Anja eine Limo bestellt. Dazu zwei Stück Kuchen für uns drei und wir sind zufrieden. Der Abstecher in das Klosterlädle ist etwas enttäuschend, aber dafür ist der parkartige Garten umso schöner. Wir schauen uns noch den kleinen Kräutergarten an und sammeln zahlreiche Samen von Wildblumen. Auf dem Rückweg ins Städtchen werden wir von Bremsen attackiert und Corinne wird auch gebissen, aber sie hat zum Glück Spitzwegerichblätter gepflückt und drückt eines davon auf den Biss. Im Ortszentrum gibt es inzwischen Klaviermusik mit Begleitung und es herrscht reger Betrieb. Wir wollen vor der Heimfahrt noch ein Kaltgetränk zu uns nehmena, ber das „Bohnenstengel“ hat leider Betriebsferien. Wir schauen wir uns in einem Café die Getränkekarte an, werden aber, nachdem man uns ausgiebig beäugt hat, darüber informiert, dass das Café in zehn Minuten schließen wird. Enttäuscht ziehen wir weiter und landen im Garten der „No Name“ Bar, die ein bisschen wie der lokale Rockertreff anmutet. Zum Bahnhof ist es nur ein kurzes Stück, wir holen noch schnell drei Piccolos für den Aufenthalt in Aulendorf und sind deshalb auf der Weiterfahrt im brechend vollen Zug nach Stuttgart auch entsprechend entspannt. Und zum Abschluss trinken wir im Eiernest noch ein Glas Sekt.

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13. August 2024, Überraschungstrip 2

Der ursprünglich am 23. Juli geplante zweite Trip fiel leider aus, weil unser Kater Gustav frisch vom Tierarzt gekommen war. Deshalb findet Trip 2 nun heute statt und ich bin kurz vor neun Uhr am Gleis eins und sehe, dass um 9:03 h ein Zug nach Geislingen an der Steige fährt. Perfekt, da war ich noch nie. Der Zug ist recht leer und ich mache es mir gemütlich, da fällt mir plötzlich siedendheiß ein, dass meine Polygokarte noch vom Seilbahnfahren am Sonntag in meiner Apfeltasche steckt. Ich schaffe es gerade noch aus dem Zug, fahre heim um die Karte zu holen und sitze genau eine Stunde später im nächsten Zug nach Geislingen an der Steige. Nach einer Stunde und sechs Minuten kommen wir an und ich möchte als erstes an die Fils. Der Weg führt an einer unattraktiven, großen Straße entlang, aber dann finde ich einen hübschen Fußweg, rechts von mir sind Gärten, links plätschert der Fluss und ich freue mich über den Schatten, denn heute sollen es 37 Grad werden. Als der Fußweg endet, orientiere ich mich mit Hilfe von Google Maps und stelle fest, dass die Stadtmitte genau entgegengesetzt liegt. Also wieder zurück, aber anstatt der großen Straße wähle ich die etwas längere Strecke und schlängele mich durch schmale Straßen mit vielen hübschen Häusern. Am westlichen Ende der Fußgängerzone angekommen mache ich eine kleine Pause, lese ein bisschen und esse mein Vesper. Über die Straße sind bunte Fahnen gespannt, aber leider hilft das nicht sehr sie zu beleben, es gibt etwa 30% Leerstand. Ungefähr in der Mitte steht der „Forellenbrunnen“ von Gernot Rumpf mit zwei Elefanten die an das Wappen der Stadtgründer, der Grafen von Helfenstein erinnern. Die Forellen hingegen beziehen sich auf das Gedicht „Die Forelle“ von C. F. D. Schubert, welches später von F. Schubert vertont und als „Forellenquintett“ bekannt wurde. Ein Stückchen weiter sehe ich zu meiner Freude ein Eiscafé und bestelle einen Iced Latte, was erstmal zu etwas Verwirrung sorgt, aber dann wunderbar klappt. Viertel vor zwei, ich bezahle, plaudere noch kurz mit der Kellnerin und mache mich auf den Weg zur Bibliothek die in fünfzehn Minuten öffnen soll. Ausreichend Zeit um mir die evangelische Stadtkirche mit dem schönen Chorgestühl und einem charmanten alten Tor mit pausbäckigen Engeln anzuschauen. Und weil immer noch Zeit ist, wandle ich durch den kleinen Park an der Rohrach in dem auch die Büste von Daniel Straub, dem Gründer von MAG und WMF steht. Zustande kamen beide Firmen, weil Mitte des 19. Jahrhunderts die Filstalbahn, das Mittelstück der Strecke Heilbronn – Friedrichshafen, ausgebaut wurde und Straub in seiner Kapellmühle eine Werkstatt zum Schärfen von Werkzeugen und zur Reparatur von Maschinen einrichtete. Daraus entstand zuerst 1850 die Maschinenfabrik Geislingen (MAG), die später Teil der Heidelberger Druckmaschinen AG wurde, und drei Jahre später die Metallwarenfabrik Straub & Schweizer. Diese wurde 1880, in Zusammenschluss mit der Metallwarenfabrik Ritter & Co in Esslingen, zu Württembergische Metallwarenfabrik (WMF) umbenannt. Genug gelernt, ich entspanne noch ein wenig in der netten und gut bestückten Bibliothek und mache mich dann auf den Weg zum Bahnhof. Meinen ursprünglichen Plan, in Esslingen auszusteigen um über das „Estival“ zu schlendern, gebe ich wegen der Hitze auf und fahre direkt heim.

29. Juli 2024, unterwegs nach Hause

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Die Rucksäcke sind gepackt, die Vesper gemacht und ich habe schlechte Laune. Aus Stuttgart kam die Nachricht, dass der Strom in Küche, Flur und Bad ausgefallen ist. Stephan hatte zum Glück die tolle Idee den Kühlschrank via Verlängerungskabel im Wohnzimmer anzuschließen, aber ärgerlich ist es trotzdem. Lee hat in der Früh einen Arzttermin, holt uns aber auf dem Weg zum Bahnhof Krumpendorf noch ein und wir verabschieden uns von ihm und vom Wörthersee. Im Zug haben wir automatisch mit unseren Tickets Sitzplatzreservierungen und angesichts der phantastischen Landschaft bessert sich meine Laune auch schnell wieder. Und in München haben wir dann echt Glück, denn auf Grund der Verspätung unseres Zuges wird die Zugbindung aufgehoben und wir haben anstatt vierzig Minuten nur vier Minunten Aufenthalt und sind so kurz nach 18 h daheim.