28. Juli, Wörthersee

sdr

Heute wollen wir mit der Fähre um den See fahren, um 9:30 h machen wir uns auf den Weg und pünktlich 40 Minuten später geht es los mit der „MS Klagenfurt“. Wir haben Glück und ergattern einen Tisch im Schatten. Schon der zweite Halt ist Maria Wörth, die Halbinsel mit der kleinen gotischen Pfarrkirche Hll. Primus und Felician und daneben der Winterkirche. Im Hintergrund sieht man den — samt Sendemast — mit 100 m höchsten Holzaussichtsturm der Welt auf dem Pyramidenkogel. Weiter geht es nach Pörtschach mit dem Peter Alexander Steg und dann nach Velden, dem westlichsten Halt auf dem See. Und nur eine Viertelstunde später geht es wieder zurück. Lee geht es nicht so gut und er beschließt nach Hause zu fahren, wir verlassen ihn in Pörtschach um ein bisschen zu bummeln und Kaffee zu trinken. In einer großen Konditorei bestellen wir die leckere Haustorte und bekommen sogar zwei Iced Latte, obwohl er nicht auf der Karte steht. Und weil auch die anderen Backwaren sehr gut aussehen, kaufen wir für die Heimfahrt morgen gleich zwei Brötchen und zwei Schneckennudeln. Auf dem Weg zurück zum Anleger probiere ich ein pink-orange gemustertes Kleid an und Boris schenkt es mir. Das lass ich gleich an. Inzwischen ist der Himmel recht schwarz geworden und bald zucken auch die ersten Blitze durch die Wolken. Wir warten am Anleger und beobachten die Boote der Wasserpolizei und ein Segelboot das den Wind für einen kurzen Ausflug nutzt. Plötzlich ertönt ein Schrei und wir sehen einen Schwimmring über das Wasser jagen. Pünktlich mit den ersten Tropfen taucht die Fähre, die „MS Kärnten“, auf — und fährt weit draußen vorbei. Aber das sah zum Glück nur so aus, sie muss wohl einen großen Bogen machen und jetzt kommt sie, die Matrosen stehen mit den Tauen bereit, da gibt sie plötzlich Gas und fährt dicht an uns vorbei. Boris ruft laut „Hallo“ und man gibt uns mit Zeichen zu verstehen, dass ein neuer Anlegeversuch gemacht werden muss. Beim zweiten Mal klappt es, wir scherzen kurz mit der Crew und bestellen uns dann auf den Schreck ein Kaltgetränk bei dem netten Kellner aus den Niederlanden. Zurück in Krumpendorf nieselt es zum Glück nur noch und bald sind wir daheim, kaufen beim Spar noch ein paar Sachen für das Abendessen und die Heimfahrt und dann beginnt der gemütliche Teil des Tages.

dig
dig

27. Juli, Klagenfurt

dig

Der Iced Latte mit doppeltem Espresso war anscheinend doch zu stark für mich, denn ich schlafe erst um 3:30 h ein und wache bereits um 7:30 h wieder auf. Dazu kommen noch erwartete Höchsttemperaturen von 32 Grad, das wird wohl nichts mit dem ganzen Tag in der Stadt. Aber einen Abstecher machen wir auf jeden Fall, denn Boris will eine Lampe kaufen die wir gestern in dem Antiquitätenladen gesehen haben und anschließend wollen wir zwei Flohmärkte besuchen. Lee begleitet uns noch bis zu dem wunderbaren Jugendstil Opernhaus und verabschiedet sich dann ins Café „Hafenstadt“ um zu arbeiten und zu lesen. Wir kaufen die Lampe und schauen dann, wie wir zum ersten Flohmarkt kommen. Leider sind wir gerade im Nordwesten, die Flohmärkte liegen beide im Südosten und das Café im Südwesten. Zum Glück ist der erste Flohmarkt in einer Halle, also im Schatten, aber er ist sehr enttäuschend und wir beschließen uns den zweiten Flohmarkt zu schenken und direkt ins Café zu gehen. Wir bestellen wieder Iced Latte (für mich mit einem Single Espresso) und Lee und ich teilen uns fünf Falafel Bällchen mit Humus. Und dann müssen wir schnell los, weil der letzte Bus schon um 13:15 h fährt. Zurück in Krumpendorf machen wir es uns auf dem Sofa bequem und lesen und ich hole noch ein bisschen Schlaf nach. Und bevor der Spar um 17:50 h schließt kaufen wir noch schnell die Zutaten für einen großen Salat und ein paar Kaltgetränke für das Abendessen. Nach dem Essen machen wir einen großen Verdauungsspaziergang zum Fährenanleger Krumpendorf und dem Amphitheater, in dem es jeden Abend ein Konzert „for free“ gibt. Heute Abend spielt eine Jazzkombo, aber Boris hat leider Magenschmerzen, deshalb gehen wir wieder nach Hause.

dav
dig

26. Juli, Klagenfurt

dav

Um 9:00 h heißt es raus aus den Federn und nach dem Frühstück gehen wir zu dritt zur Bushaltestelle und fahren nach Klagenfurt. Wir fühlen uns schnell wohl hier, es gibt gemütliche Fußgängerzonen und sehr vielfältige Architektur. Auf dem Weg zum Neuen Platz kommen wir an einem Antiquitätenladen vorbei und beschließen kurz rein zu schauen — was für coole Sachen. Auf dem Platz findet ein Töpfermarkt statt über den wir zur Touristeninformation schlendern um uns mit Stadtplan und Fährenfahrplan zu versorgen. Wir bummeln durch die Fußgängerzone zum Opernhaus und danach Richtung Benediktiner Platz wo täglich ein kleiner Markt statt findet. Dort gibt es auch feste Stände an denen einheimische Spezialitäten angeboten werden und Lee und ich essen je eine Portion Kletzennudeln mit Apfelmus. Kletzen sind übrigens, wie unsere Hutzeln, getrocknete Birnen. Inzwischen sollten die Plattenläden langsam geöffnet haben. Leider macht der erste Laden gerade Betriebsferien, den zweiten Laden gibt es nicht mehr und der dritte Laden ruft stolze Preise auf. Unser nächster Halt ist das Katzen Café, aber es ist uns zu voll und außerdem sind keine Katzen zu sehen. Wir machen einen kurzen Zwischenstopp im Laden der Caritas und anschließend geht es weiter zum Mit-Mach-Markt, einem Integrationsprojekt mit Mittagstisch und einem kleinem Bioladen. Ich kaufe ein Mitbringsel und dann ist es Zeit für Kaffee. Das „Wohnzimmer“ hat leider geschlossen, aber das „Hafenstadt“ hat Platz für uns und wir genießen einen Iced Latte und dazu Törtchen, blättern in ein paar Büchern, Boris schaut die Second Hand Platten durch und nachdem wir die schönen 50er/60er Jahre Sessel probegesessen haben machen wir uns auf den Heimweg. Wir lümmeln noch ein bisschen herum und während ich noch kurz zum See runter springe um eine Runde zu schwimmen, bereitet Lee ein köstliches Ratatouille zu.

dig
dav

25. Juli, unterwegs nach Kärnten

dig

Um 6:40 h wollen Boris und ich uns am Lädle treffen, aber Gustav, unser kleiner Kater, spürt, dass etwas nicht so ist wie sonst und entwischt in den Garten. Da ihm am Montag alle Backenzähne entfernt wurden, muss er noch Antibiotikum bekommen und ich versuche ihn wieder ins Haus zu locken, aber er will nicht. Zum Glück wird er, während wir weg sind von Anja versorgt und ich beschließe ihr von unterwegs aus zu schreiben. 6:38 h, ich rase los und bald sitzen wir im Zug nach München. Dort haben wir 45 Minuten Pause die wir im Hof des Marriott Hotels verbringen und dann geht es weiter über Salzburg nach Klagenfurt. Wir kommen pünktlich um 15:15 h an und machen uns erst einmal auf die Suche nach einem Café. Frisch gestärkt fahren wir mit der S-Bahn nach Krumpendorf am Wörthersee wo Lee uns abholt und nach einer halben Stunde Fußmarsch sind wir im Haus des Cousins seiner Mutter. Wir richten uns ein und gehen zuerst zum Spar, um ein bisschen einzukaufen. Und danach geht es endlich an den See und während die Männer sich unterhalten stürze ich mich in die Fluten und genieße Wasser, Sonne, und das phantastische Panorama. Wir bleiben noch ein Weilchen sitzen, schauen den Kindern, den Stand-up Paddlern, den Sonnenbadenden und allen anderen zu, freuen uns über eine Entenmutter mit ihren fünf Küken und dann gehen wir heim. Lee kocht ein leckeres indisches Essen, zum Nachtisch gibt es Wassermelone und kurz darauf gehen wir schlafen.

dig

09. Juli 2024, Überraschungstrip 1

Da ich Abonnentin des Deutschland-Tickets bin, will ich dieses auch nutzen und zwar indem ich jeden zweiten und vierten Dienstag des Monats morgens zum Stuttgarter Hauptbahnhof fahre und den ersten Nahverkehrszug der abfährt besteige um dann nach einer Stunde am nächsten Bahnhof auszusteigen. Und damit etwas Abwechslung in diese Trips kommt, wird die Startzeit jeweils um zehn Minuten verschoben.

Petra fand die Idee so nett, dass sie beim ersten Mal mitkommt. Wir planen uns am 9. Juli um 9:00 h am Bahnsteig 1 zu treffen. Weil ihr Bus Verspätung hat geht es dann erst um 9:19 h los und zwar nach Heilbronn. Und weil die Fahrt nur 42 Minuten dauert, fahren wir mit einem Anschlusszug weiter nach Bad Friedrichshall. Dort gibt es am Bahnhof zwei Wegweiser zur Stadtmitte, einen mit der Angabe 1,8 km und einen mit der Angabe 2,3 km. Wir wählen natürlich 1,8 km und kommen so in den Ortsteil Jagstfeld mit dem Schachtsee, einem kleinen See der 1895 durch den Einbruch der Saline entstanden ist — zum Glück an einem Sonntag, so dass niemand verletzt wurde. Viel mehr gibt es in Jagstfeld nicht zu sehen, weshalb wir uns auf den Weg in den Ortsteil Kochendorf, wo sich das Bergwerk befand, machen. Die zwei Gemeinden wurden 1933 gezwungen sich zusammen zu schließen um den Salzabbau zu fördern, 1935 wurde dann noch Hagenbach mit dem Salinenkanal zwangseingemeindet und so erklären sich auch die wwgweiser zu diversen Stadtmitten. In Kochendorf machen wir in dem hübschen Garten des Schlosscafés eine kleine Pause mit Kuchen und einem Iced Latte und dann geht es weiter, vorbei am Neidkopf der über den alten Prangss in dem sich heute eine Schule befindet. Damit haben sich, soweit wir das beurteilen können, die Sehenswürdigkeiten von Bad Friedrichshall erschöpft und weil es noch recht früh ist, beschließen wir zurück nach Heilbronn zu fahren um am Neckar spazieren zu gehen. Da wir nicht wissen in welcher Richtung sich der Stadtteil Neckarbogen, der 2019 im Rahmen der Bundesgartenschau erstellt wurde befindet, gehen wir einfach mal nach rechts. Das war zwar verkehrt, aber der Spaziergang ist trotzdem sehr hübsch, am Freibad entdecken wir eine Installation von Duschenden und etwas weiter auf einem Bauzaun ein Foto von einem barocken Wasserschloss. Neugierig googeln wir und finden heraus, dass es sich um das Trappenseeschlösschen handelt in dem sich heute das Heilbronner Literaturhaus befindet. Das wollen wir uns auf jeden Fall anschauen, aber vorher isst Petra noch eine Bowl und ich trinke einen Chai Latte. Der Weg in den Osten zum Schloss gestaltet sich etwas schwierig, es gibt einen Schienenersatzverkehr, der erste Busfahrer versteht mich nicht und fährt weg, der nächste Bus beendet kurzfristig seine Fahrt, aber wir geben nicht auf und erreichen schließlich unser Ziel. Auf dem See schwimmt eine Schwanenfamilie und das Schlösschen ist sehr hübsch. Froh, dass wir uns nicht haben beirren lassen, machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof und fahren nach Hause.

26. März 2024, Paris

Wir genießen ein letztes Mal das wunderbare Frühstücksbuffet, packen unsere Schätze (Tassen und sechs Flaschen Ecusson) ein und verlassen unser Zimmerchen über den Dächern von Paris. Weil es regnet und unser Zug erst kurz vor 14 Uhr fährt, lungern wir noch eine Stunde in der Hotellobby herum und ich schaue mir einen Stock tiefer die zwei Spielautomaten für die Kids an. Kurz nach 12 Uhr gehen wir los, Boris wuchtet meinen Koffer treppauf und treppab, wir holen uns noch was Süßes am Bahnhof und dann startet unser TGV. Leider fährt er nur bis Karlsruhe, von wo wir nach einer knappen Stunde Aufenthalt dann nach Stuttgart weiter fahren. Home sweet home.

dav

25. März 2024, Paris

dig

Boris hat Geburtstag und bekommt nach dem Frühstück noch den neuesten „Indiana Jones“ Film auf Blueray. Danach ziehen wir wieder los, zuerst zum fnac in der Ruhe de Rennes um eine Platte zu kaufen die Boris dort am Samstag gesehen hatte. Und dann schlängeln wir uns über den Eiffelturm rüber ins 16. Arrondissement, wo wir schrecklich teuren und sehr lommeligen Kaffee in einem schicken kleinen Café trinken. Auch die Läden sind hier sehr schick, so kommen wir zum Beispiel an einem Fischfachgeschäft vorbei, in dem es eine Unzahl an hübsch verpackten Sardinendosen gibt. Wir gehen weiter zum Trocadero wo wir eine kleine Pause machen. Und dann sind wir im Bois de Boulogne und komplett weg von der Stadt. Auf kleinen Waldwege gehen wir Richtung Fondation Louis Vitton wo wir um 16:30 h Reservierungen für die Mark Rothko Ausstellung haben. Gut, dass wir etwas zu früh dort sind, denn die Sicherheitschecks sind strenger als am Flughafen. Aber das Warten hat sich gelohnt, denn die Ausstellung ist überwältigend und nach zwei Stunden schwirrt uns der Kopf ob all der vielen tollen Bilder. Von der Dachterrasse haben wir einen wundebaren Blick auf ein etwas anderes Paris, fast könnte meinen man schaut auf Manhattan. Mit einem Shuttlebus werden wir zum Place Charles de Gaulle gefahren und sehen auf diese Weise sogar noch den Arc de Triomphe. Wir gehen zur Metrostation und weil gerade eine Bahn da steht, spurten wir los und mich haut es der Länge nach hin auf rechtes Handgelenk, Knie und linke Wange. Boris und eine sehr nette Französin helfen mir auf und in die Bahn und zum Glück ist trotz Rushhour ein Platz frei. Mir wird kurz schlecht und dann kalt, halt die typischen Schockreaktionen, aber beim Aussteigen geht es mir dann bereits wieder besser. Wir finden nicht weit vom Hotel ein indisches Restaurant und essen jeder ein sehr leckeres Thali. Eigentlich wollten wir noch einen Cocktail trinken, aber wir sind beide bettreif und gehen deshalb zurück zum Hotel.

dav
dig

24. März 2024, Paris

sdr

Boris hat gestern auf dem Flohmarkt einen Flyer für einen Midcentury Möbel Markt bekommen und da gehen wir heute hin, das wird sicher interessant. Gleich zu Anfang sehe ich den Dackel, den ich auf dem Flohmarkt gestern in klein gesehen habe, er ist so lustig. Wir sehen viele schöne Stühle und eine coole 70er Jahre Garderobe die leider recht teuer ist, sonst hätte ich sie mitgenommen. Ich mache mir aber eine Zeichnung, vielleicht kann ich sie mal nachbauen ich habe ja gerade keine Projekte, hihi. Anschließend gehen wir Richtung Gare Lazare, weil es dort noch einen fnac gibt. Wir kommen an „Samaritaine“ und „Aux Printemps“ vorbei, die ja eher Einkaufstempel als banale Kaufhäuser sind — was für eine wunderschöne und prachtvolle Architektur. Inzwischen ist es schon fast 15 Uhr, wir machen uns auf die Suche nach einem Café und werden nach etwas herumirren auch fündig. Es ist der Treffpunkt für eine Gruppe junger Frauen aus Kanada die sehr aufgeregt sind, und wir finden sie sehr lustig. Zurück beim Gare Lazare ist der fnac leider etwas enttäuschend und wir gehen weiter zur Champs Elysees, denn dort gibt es eine weitere Zweigstelle, die allerdings auch kein sehr breites Vinylangebot hat. Jetzt sind wir aber ganz schön erschlagen, wir kaufen ein Baguette und Salate zum Abendessen und fahren dann zum Hotel. Boris will sich noch ein Bier kaufen, Carrefour verkauft am (Palm)Sonntag jedoch keinen Alkohol, Franprix zum Glück allerdings schon.

dig
dav

23. März 2024, Paris

dig

Wir ziehen wieder so gegen 11 Uhr los mit dem Flohmarkt an der Port de Vanves hier bei uns im 14. Arrondissement als Ziel. Google führt uns in großem Bogen dort hin (eigentlich liegt der Flohmarkt gleich ums Eck), aber so sehen wir ein neues Stückchen Paris, unter anderem die stillgelegten Gleise auf denen man spazieren gehen kann. Auf dem Flohmarkt gibt es so viele schöne Dinge, aber zum Glück habe ich ja selber viele schöne Sachen und deshalb reicht mir auch (meistens) ein Foto. Leider wird es sehr schnell ziemlich windig und es gibt immer wieder kurze Regenschauer, deshalb packen viele Händler bereits ein. Wir machen einen kurzen Pitstopp in eine Art Gemeindezentrum mit einer irren gefliesten Wand im Stil der 70er Jahre und dann geht es weiter zu einem großen fnac. Am Gare du Montparnasse gehen wir noch kurz in das Einkaufszentrum mit einem kleinen fnac und einem Monoprix und dann trinken wir je einen Cappuccino mit einem Teilchen. Gegenüber vom Café liegt ein wunderschönes Gebäude in dem heute ein Zara ist. Früher gab es dort ein Café und Früchte und sicher noch viel mehr. Weil es wieder regnet, springen wir noch kurz in einen Hema (ein Laden in dem es alles mögliche an Trockenwaren gibt) und dann geht es aber endlich zum großen fnac und während ich an meiner Idee weiter schreibe ist Boris im Glück. Inzwischen ist es schon recht spät, wir kaufen zwei Salate, ein Baguette und Wein/Bier, schauen noch kurz in das charmante kleine Antiquariat um die Ecke rein, in dem es auch Schallplatten gibt und dann gehen wir zurück ins Hotel.

dav
dig

22. März 2024, Paris

dav

Kurz nach halb neun sind wir im Frühstücksraum und erfreuen uns an dem gigantischen, leckeren Buffet. Danach planen wir kurz unseren Tag und um elf Uhr ziehen wir los über den Montparnasse Friedhof und durch den Jardin du Luxembourg. Unterwegs sehen wir schöne Gefährte und einen Alien. Auf dem Boulevard St. Michel gibt es drei Gibert Joseph Läden, einen für Musik, einen für Bücher und eine Papeterie. Wir verabreden uns am Plakat eines Hanfladens und verschwinden in unsere Lieblingsläden. Nach gefühlt einer Stunde komme ich wieder heraus und da Boris noch nicht da ist, setze ich mich vor den Hanfladen und beginne eine Idee aufzuschreiben. An der Ampel steht ein Auto aus dem die Emmylou Harris Version von „You neuer can tell“ ertönt. Ich wippe mit, schaue rüber und freue mich, dass der Autofahrer begeistert dazu trommelt und noch mehr, dass er mir beim Abschied kurz winkt und winke natürlich zurück. Boris kommt und wir schlendern weiter zur Isle-de-Seine und dann zum fnac (eine Mediemarkt-Kette) in dem riesigen Les Halles Shoppingcenter und anschliesend in den Monoprix (eine Kaufhaus-Kette). Dort entdecken wir beim neuen Sortiment der Haushaltsabteilung allerlei in Form und Farbegebung der 70er Jahre und suchen uns Kaffeebecher und Geschirrtücher aus. Mit unseren Einkäufen bepackt machen wir uns auf die Suche nach einem netten Café und ich merke leider erst recht spät, dass ich mein Handy liegen gelassen habe. Also noch mal zurück, zum Glück liegt es noch bei den Geschirrtüchern, beim Verlassen alle Einkäufe wieder auspacken und den Kassenzettel vorzeigen und dann endlich zwei Cappuccini, einen Schoko-Cruffin (ein Cruffin ist ein Muffin aus Croissantteig) pour Boris und ein Pain-aux-Raisin pour moi. Erfrischt machen wir uns auf den Weg zum Hotel mit einer kurzen Rast im Jardin-du-Luxembourg bei der uns die hiesigen Tauben bekacken, laden kurz unsere Schätze ab und gehen dann zu einem sehr netten thailändischen Restaurant drei Straßen entfernt.

dav
sdr