11. Oktober 2024, Bukarest

Nach dem Frühstück gehen wir ins Zentrum um uns bei der Tourist Information Stadtpläne zu besorgen, aber leider ist sie geschlossen. Am Morgen habe ich ein bisschen im Internet recherchiert und führe uns daher zu „Carturesti Carusel“, einem Buchladen um einen Stadtplan zu kaufen. Der Laden liegt mitten im Touristenviertel und ist ein wunderschöner Buchpalast, nur einen Stadtplan gibt es dort leider nicht. Wir gehen weiter zu einem der „Humanitas“ Buchläden und werden fündig. Auch diese Buchhandlung liegt wunderschön an einem langen Gang mit Torbögen. In einer French Bakery holen wir uns zwei Törtchen, in der Buchhandlung zwei Cappuccini und damit setzen wir uns in den Gang. Unser Blick geht zu einer Bar am anderen Ende des Ganges, zur Biserica Kretzulescu, einer alten orthodoxen Kirche die innen wunderschön ausgemalt ist, zum Café der Buchhandlung mit älteren Stammgästen und zur Buchhandlung selbst, es gibt also viel zu sehen. Gestärkt machen wir uns auf die Suche nach „RockShop“, einem Plattenladen auf der Liste von Boris. Und suchen, und suchen. Eine erneute Recherche ergibt, dass er umgezogen ist, allerdings zum Glück nicht weit. Wir suchen erneut und finden irgendwann das richtige Gebäude. Die Haustüre steht auf, wir steigen mehrere Stockwerke hoch, irren Gänge entlang und stehen endlich vor der richtigen Türe. Eine halbe Stunde später stehen wir wieder auf der Straße, inzwischen hat es angefangen zu nieseln und wir wollen es nochmal mit einem Cocktail probieren. Dieses Mal haben wir Erfolg und genießen das Auf und Ab auf der Straße und die kleinen Dramen in der Bar. Nach Hause ist es nicht weit und so lassen wir den Tag entspannt ausklingen.

10. Oktober 2024, Bukarest

Wir haben, mit kleinen Unterbrechungen, gut geschlafen, verzehren den Rest unseres Vespers und machen uns bereit auszusteigen. Der Zug hat eine Stunde Verspätung, wir kommen also um 10:15 h an. Als erstes kaufen wir die Fahrkarten nach Varna, Bulgarien, unserem nächsten Ziel. Dann orientieren wir uns kurz und 20 Minuten später stehen wir in einer kleinen, ruhigen Straße vor unserem nächsten Zuhause, direkt neben dem Palast des Erzbischofs. Weil wir erst um 13:00 h in die Wohnung dürfen, gehen wir in den ca. 50 m entfernten Park und machen uns auf die Suche nach einer Bank ohne Taubenkacke. Zum Glück entdecken wir einen kleinen Pavillon der gerade öffnet und bald sitzen wir mit einem Kaffee unter einem Sonnenschirme und lesen. Dann ist es auch schon soweit, wir dürfen einziehen, unsere Wohnung ist entzückend, mit einem kleinen Balkon, gläsernen Flügeltüren und alten Fliesen im Bad, wir packen kurz aus und ziehen los. Nicht weit von uns gibt es ein winziges Café, das „Tartelicious“ mit selbstgebackenen Törtchen und einem kleinen Hof. Der junge Mann hinter der Theke ist sehr hilfsbereit und rennt uns sogar hinterher, um uns zu erklären wo der Plattenladen, nach dem Boris gefragt hatte liegt. Den gibt es zwar leider hier nicht mehr, aber das Gebäude in dem er einmal war ist toll. Überhaupt gibt es auch in Bukarest sehr viele schöne Gebäude und der Verfall kommt uns nicht so schlimm vor wie in Budapest. Wir gehen weiter, kaufen in zwei Läden Lebensmittel ein und dann machen wir uns auf den Heimweg. Zur Feier des Tages wollen wir im „Stay by coffee 2 go“ einen Cocktail trinken, aber der Kellner nuschelt nur, ohne von seinem Handy aufzuschauen, „we don’t have“. Also gehen wir heim, essen leckere Kartoffeln, schauen noch ein bisschen fern und gehen dann zu Bett. Da freuen sich die Moskitos und fallen über uns her, wir gehen auf die Jagd und bald herrscht zum Glück Ruhe.

09. Oktober 2024, Budapest & unterwegs

Um halb acht klingelt der Wecker und Punkt 10:00 h verlassen wir unsere kleine Wohnung. Wir kommen ein letztes mal am Café New York vorbei, vor dem wie immer eine lange Menschenschlange steht. Wir machen noch einen kurzen Abstecher zum 1926 eröffneten Corvin-Warenhaus, sind aber etwas enttäuscht, denn aus dem größten Kaufhaus Budapests ist eine kleine Ansammlung von Shops geworden. Mit Gepäck ist das Schlendern nicht ganz so entspannt und irgendwann setzen wir uns auf einen Platz bei einem Café und schauen dem Treiben zu. Laut Wetter App gab es für heute eine 77%-ige Chance auf Regen, aber zum Glück hatte die App nicht recht, es scheint die Sonne. Im Internet suchen wir uns ein Café in der Nähe des Bahnhofs und schlemmen noch einmal, bevor es weitergeht. Die Abfahrt unseres Zuges Nr. 79 ist für 15:10 h geplant. In einem Blog hatte ich gelesen, dass der Zug von einem der Randgleise nach hinten versetzt los fährt und 30 Minuten vor der Abfahrt bereit steht, deshalb wollen wir gegen 14:45 h am Bahnhof sein. Leider verzögert sich alles etwas, wir kommen an, schauen auf der Tafel, 15:10 h Zug nach Süslyp, ist das der Grenzbahnhof? Da sieht Boris den Zug nach Bukarest, Abfahrt von Gleis 1, 15:00 h, also in drei Minuten. Wir rasen los, sieben Gleise weit und nach hinten versetzt fragen wir einen Schaffner, ob wir beim richtigen Zug sind. Hurra, sind wir, aber er will uns nicht einsteigen lassen, wir sollen ganz nach vorne, wir hätten noch eine Minute Zeit. Zum Glück ist der nächste Schaffner netter und hilft uns in das Abteil. Uff, geschafft denn dann fährt der Zug auch schon los. Wir richten uns in unserem Vierer-Liegewagen ein und werden für den Schrecken mit einem wunderschönen Sonnenuntergang entschädigt.

08. Oktober 2024, Budapest

Gegen 11:00 h ziehen wir gemeinsam los mit der Innenstadt als Ziel. Das Wetter ist wunderbar, wir schlendern durch die Straßen, schauen noch in einen Second Hand Laden hinein und dann trennen sich unsere Wege. Während Boris ein paar Plattenläden besuchen möchte, zieht es mich zum „Paloma“, einem Zusammenschluss von kleinen Läden, Studios und Ateliers lokaler Kunsthandwerker. Die Lage ist gut und das Gebäude hat etwas palastähnliches mit einem schönen Innenhof. Das „Paloma“ besteht aus den unteren beiden Stockwerken, der Rest sind Wohnungen. Eigentlich ein tolles Konzept, aber leider steht einiges leer und es gibt zwar ein Café, aber man kommt nur von der Straße aus hinein. Als nächstes gehe ich zur großen Markthalle, denn ich möchte einmal ungarisch essen bevor wir morgen weiter fahren. Weil die Portionen riesig sind, stelle ich mir einen Teller aus Rotkraut und Dumplings (die so ähnlich wie Spätzle sind) zusammen. Der Mann hinter der Theke ist sehr nett und spricht ein bisschen deutsch mit mir. Inzwischen ist es halb vier, höchste Zeit für Kaffee. Auf dem Herweg haben wir ein kleines Café mit Buchladen gesehen und da gehe ich hin und setze mich mit Kaffee und Kuchen in den Garten. Auf dem Heimweg kaufe ich noch einen Salat und Vespersachen für morgen und daheim heißt es dann auch schon packen.

07. Oktober 2024, Budapest

Ob es der Kaffee war oder das viele Essen, ich habe letzte Nacht nur drei ein viertel Stunden geschlafen, das kann ja heiter werden, denn heute wollen wir das schöne Wetter nutzen und sightseeing gehen. Unser erster Stopp ist die Burg Vajdahunyad, eine historisierte Burg im Stadtpark die 1896 anlässlich der Milleniumfeierlichkeiten errichtet wurde. Man kann sich gut vorstellen, wie hier ehemals gelustwandelt und gelebt wurde, aber die Burg wurde nie bewohnt, sollte eigentlich nach den Festivitäten abgerissen werden und wurde letztendlich in ein landwirtschaftliches Museum umgewandelt. Es geht weiter zum Nyugati Bahnhof, leider sind die Wartehallen geschlossen, dafür gibt es zahlreiche Läden und wir bummeln ein bisschen herum. Um nach Buda zu kommen überqueren wir die Margitbrücke. Eigentlich wollten wir auf der Margaretinsel einen Zwischenstopp einlegen, aber ein Polizeiabsperrband vereitelt diesen Plan. Direkt nach der Brücke finden wir ein kleines Café und beobachten vom ersten Stock das Treiben auf der Straße. Wir schlendern weiter durch Buda, freuen uns an den Buchwagen die wir immer mal wieder sehen und landen letztendlich an der Standseilbahn, prima mit der wollten wir sowieso fahren. Als wir allerdings sehen, dass die 90 Sekunden lange Fahrt (es gibt nur Roundtrip-Tickets) €12 kostet, beschließen wir zu Fuß auf den Berg zu gehen. Das Schloss wird gerade komplett renoviert und viele Teile darf man nicht betreten, aber trotzdem ist die Anlage sehr beeindruckend. Und nun wollen wir noch die Fischer Bastei und die Matthiaskirche anschauen. Hier sind zwar auch viele Touristengruppen, aber so überlaufen wie die Schlossanlagen ist es nicht, die Kirche ist wirklich sehr schön und die Bastei sieht aus wie ein Zuckerschloss. Es ist 18:00 h und weil wir heute kochen wollen, machen wir uns auf den Heimweg. Viertel vor 19 Uhr sind wir da und heute werde ich bestimmt gut schlafen.

06. Oktober 2024, Budapest

Wir frühstücken gemütlich und trödeln noch ein bisschen herum und plötzlich ist es 12:30 h und der Farmers Market, auf den ich gerne gehen würde endet um 14:00 h. Er findet sonntags im „Szimpla Kert“, einem der Ruin Bars im jüdischen Viertel statt. Diese Bars entstanden als private Initiative um Ruinen nicht komplett dem Verfall zu überlassen und gleichzeitig das Budapester Nightlife zu beleben. Wir sausen los und stellen fest, dass der Markt nur einen Teil des gesamten Gebäudes ausmacht während der Rest von Bars, Restaurants und Shops belegt ist. Alles ist sehr kreativ, liebevoll und bunt gestaltet. Wir schauen noch bei einem Plattenladen vorbei dessen Öffnungszeiten etwas unklar sind (leider macht er erst Mittwoch Nachmittag auf) und machen uns dann auf den Weg zu einem Café. Ich führe uns zwar völlig in die Irre, aber dadurch landen wir in einer Straße an der sich eine Jugendstilvilla an die nächste reiht. Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Ein kurzer Abstieg zu einer der alten Metro-Stationen, denn immerhin ist die Metro von Budapest nach der London Underground, die zweitälteste U-Bahn der Welt die noch in Betrieb ist. Gegen 16:00 h finden wir dann auch ein Café mit leckerem Kaffee und American Cheesecake und einem Besitzer der sowohl Englisch als auch Deutsch spricht. Er empfiehlt uns ein italienisches Restaurant am anderen Ende der Straße und dorthin machen wir auf den Weg, um mal in die Karte zu schauen. Schnell merken wir, dass wir uns auf der Straße von Louis Vitton, Max Mara und all den anderen teuren Modegeschäften befinden. Einige Geschäfte haben geöffnet und es ist ganz schön viel los. Und plötzlich stehen wir wieder da und staunen, dieses Mal vor den Parisi Passagen. Ursprünglich im Neo-Renaissance Stil erbaut und 1885 als Casino und Veranstaltungslocation eröffnet, wurde es 1908 von Samuel Goldberger erworben, der es zu einem Jugendstilgebäude umbauen ließ und 1911 als Kaufhaus eröffnete. Einige Teile des Gebäudes sind renoviert worden und können besichtigt werden, aber leider nicht sonntags. Wir kommen zu dem italienischen Restaurant und beschließen gleich heute dort zu essen, aber weil es noch zu früh ist, gehen wir zur Donau um uns die Kettenbrücke anzuschauen. Auf dem Fluss fahren Schiffe und die Ufer sind auf beiden Seiten von vielen schönen Gebäuden gesäumt die vom Sonnenuntergang beleuchtet werden, was für eine tolle Stadt. Wir gehen wieder zurück und genau auf ein weiteres großes Jugendstilgebäude zu, das sich beim Näherkommen als das „Four Seasons“ Hotel entpuppt. Jetzt haben wir langsam Hunger und gehen wieder zum Restaurant. Wir bestellen und warten, und warten und fragen letztendlich wann denn ungefähr unser Essen kommen wird. Da haben sie uns vergessen! Chef und Kellner entschuldigen sich mehrmals und wir sind zwar inzwischen recht hungrig, aber sowas kann schon mal passieren. Und als wir zur Entschädigung noch jeder einen Nachtisch geschenkt bekommen, sind wir sowieso versöhnt. Vollgefuttert machen wir uns auf den Heimweg. Was für ein Glück, dass es wieder ungefähr eine halbe Stunde Fußmarsch ist und wir uns das Abendessen so etwas ablaufen können.

05. Oktober 2024, Budapest

7:15 h, unser Schaffner bringt uns je ein Tablett mit unserem Frühstück. Der Zug bleibt immer wieder stehen, vermutlich um andere Züge vorbei zu lassen, weshalb wir anstatt um 9:19 h erst um 11:35 h ankommen. Vom Bahnhof zu unserer Wohnung ist es nicht weit und die Wohnung ist toll, gut ausgestattet und das Beste, sie liegt in einem Innenhof und daher ist es nachts völlig ruhig. Wir legen ab, gehen zu einem Spar um einzukaufen und nachdem wir daheim alles weg gepackt haben, gehen wir gleich los zu einem Café. Es ist witzig eingerichtet, aber leider ist der Kaffee nicht sehr gut. Wir ziehen weiter Richtung Innenstadt und kommen an einem Community Garden vorbei, der wohl auf einem ehemaligen kleinen Fabrikgelände von Dr. Oetker angelegt wurde. Kurz vor der schönen Freiheitsbrücke stoßen wir auf einen Street Food Market an dessen Ende sich eine Ausstellung alter Straßenbahnen anschließt. Es macht riesigen Spaß einzusteigen und sich vorzustellen wie es wohl früher war. Danach gehen wir über die Brücke und stehen vor dem Gellert Bad, das schauen wir uns natürlich an und sind überwältigt von den wunderschönen Mosaiken und dem Jugendstildesign. Wieder zurück besuchen wir noch das winzige Brückenmuseum und dann wird es langsam Zeit sich auf den Rückweg zu machen und an das Abendessen zu denken. Vor dem „New York Palace“, the most beautiful café in the world, stehen die Leute Schlange und ein Blick hinein verrät uns auch warum, es ist wirklich unglaublich schön. Eine halbe Stunde später sind wir daheim, finden ein kleines thailändisches Restaurant das nicht weit weg liegt und in dem wir lecker essen. Noch etwas fernsehen und lesen und dann machen wir das Licht aus.

4. Oktober 2024, Abfahrt

Um 19:40 h treffen wir uns am Lädle, damit wir auf keinen Fall unseren Zug verpassen. Viertel nach acht zeigen wir einem reizenden Schaffner unsere Tickets, gehen zu unserem Schlafwagenabteil und pünktlich um 20:19 h geht die Fahrt los. Kurz darauf klopft es, es ist unser Schaffner der die Tickets einholt und uns, welch schöne Überraschung, fragt ob wir am nächsten Morgen frühstücken möchten. Wir sagen ja, bekommen eine Karte und dürfen uns jeder sieben Sachen aussuchen. Im Abteil gibt es ein Stockbett (in dem ich oben schlafe), ein kleines Waschbecken und ein Schränkchen mit Wasser, Apfelsaft, Erdnüssen und einer kleinen cremegefüllten Knusperrolle. Wir lesen noch ein bisschen und dann machen wir das Licht aus.

10. September, Überraschungstrip 3

sdr

Heute geht es um Punkt 9:20 h los und genau eine Stunde später stehe ich in Aalen am Bahnhof. Ich orientiere mich mit Hilfe eines öffentlichen Stadtplanes und gehe los Richtung Innenstadt. Mein erster Stopp ist ein Second Hand Laden wo ich ein Kordsamtkleid das mit Eichhörnchen bedruckt ist erstehe. Das ist ein toller Einstieg und beschwingt gehe ich weiter zur Touristeninformation. Ich lasse mir eine kleine Walkingtour der historischen Sehenswürdigkeiten geben, kaufe einen Aalener Spion und erhalte ein Tütchen Gummibärchen geschenkt. Wer oder was ist denn ein Aalener Spion? Die Geschichte geht so, dass der Kaiser einst die Stadt Aalen belagerte. In ihrer Angst schickten die Aalener ihren pfiffigsten Bürger als Spion ins feindliche Lager, wo er sofort gefangen genommen wurde. Auf die Frage, was er im Lager wolle, antwortete der Spion wahrheitsgemäß, dass er zum spionieren gekommen sei, was den Kaiser so amüsierte, dass er die Stadt verschonte. Am Rathausturm wurde dem Spion daher ein kleines Denkmal gesetzt und in der Stadt gibt es vielerorts eine Schokomakrone mit seinem Abbild zu kaufen. Die Touristeninformation ist im historischen Rathaus untergebracht, nicht zu verwechseln mit dem alten Rathaus in dem heute ein Hotel mit Restaurant ist. Davor sitzen viele Menschen und genießen die Sonne und überhaupt scheint es in Aalen sehr entspannt zuzugehen. Ich spickele in das Haus am Marktplatz 2 hinein um mir das schöne Rokoko-Treppenhaus anzuschauen und gehe weiter zu der Stadtkirche. Es ist eine barocke evangelische Kirche, das barocke sorgt für Schnörkel und Gold und das evangelische dafür, dass die Farbgebung eher zurückhaltend ist. Weil der Eingang etwas versteckt liegt, muss ich einmal um die Kirche herum gehen und entdecke dabei viele kleine Ecken mit netten Cafés, das merke ich mir für später. Ich überqueren die Aal auf der Suche nach dem Brezgablase-Brunnen, den ich schließlich auch finde. Und gleich in der Nähe einen Woolworth, da muss ich natürlich kurz rein. Ich bummele noch ein bisschen herum, schaue in ein paar Läden hinein und gehe dann zum „Rambazamba“, einem der Cafés die ich bei der Kirche entdeckt hatte, bestelle einen Cappuccino und eine Butterbrezel und beiße gerade in meinen Aalener Spion, als ich eine Nachricht von Ulle erhalte, die zur Zeit aus Australien zu Besuch da ist. Sie fragt, ob wir uns in einer Stunde treffen können und ich schreibe zurück, dass ich 1,5 Stunden benötige, bezahle, sause zum Bahnhof und erwische zum Glück noch meinen Zug zurück.

dav
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31. August 2024, Markelfingen, Bodensee

Um 00:40 h kommt Monsieur aus Brüssel mit seinem Transporter an und liefert die letzten Möbel und Kisten. Er hat ein bewundernswertes Auge dafür was wie getragen und geschoben werden soll um alle Kurven und Ecken kontaktaktlos zu überwinden. Steffi kommt von der Einliegerwohnung hoch und zu viert bringen wir ein altes Schlafsofa, eine antike Kommode, eine zweiteilige Anrichte mit Glastüren, acht Umzugsboxen und zwei Arme voll Ballkleider ins Haus. Während Ulla Monsieur einen Kaffee macht und ein Stündchen mit ihm schnackt, gehen wir anderen zwei zurück ins Bett. Am nächsten Morgen sind wir noch etwas verschlafen, um 10:00 h kommt Sabine um zu helfen, wir schieben und rücken bis alles soweit am Platz ist und dann ist es auch schon 12:45 h und wir drei Stuttgarter machen uns auf den Heimweg.