25. Oktober 2024, Istanbul

Heute gehen wir getrennte Wege, Boris geht zum Barbier und zu diversen Plattenläden und ich mache mich als erstes auf die Suche nach einem Frisör und werde schnell fündig. Meine Frisörin ist entzückend und wir verständigen uns mit ein paar Brocken englisch und viel Gebärdensprache. Sie schneidet die Haare mit einem Rasierapparat, das geht ruckzuck. Frisch frisiert gehe ich gemütlich zur Galatabrücke hinunter und überquere das Goldene Horn zum ersten Mal zu Fuß. In Eminönü ruft gerade der Muezzin zum Gebet und ich setze mich vor der Großen Moschee auf eine Stufe und lasse das Ganze auf mich einwirken. Überall gibt es Straßenverkäufer die gerösteten Mais, Sesamkringel oder Lose verkaufen. Direkt daneben liegt der Spice Basar und ich finde ein paar gute Geschenke. Anschließend mache ich mich auf zu einem Tipp aus meinem Reiseführer und komme dabei an der Suleyman Moschee vorbei, was für eine wunderschöne Anlage. Bei dem Tipp handelt es sich um Boza, ein Getränk aus Hirsegries, Zucker und Wasser mit etwas Zimt und es schmeckt ein wenig wie flüssiger Griesbrei, genau mein Ding und die Location ist bezaubernd. Noch ein Punkt steht auf meiner Liste, Han-Frühstück in einem Restaurant in der Nähe vom Spice Basar und der liegt sowieso auf meinem Heimweg. Ich irre ein wenig durch die Suks, finde was ich suche und das Essen ist zwar lecker aber der Service ist zum ersten Mal seit wir in der Türkei sind sehr schlecht. Beim Bezahlen finde ich auch heraus warum, 10% Service werden automatisch auf den Preis aufgeschlagen, kein Wunder, dass sich die Kellner keine Mühe geben. Etwas enttäuscht gehe ich über die Brücke zur Haltestelle der Standseilbahn, bin aber schnell wieder mit dem Schicksal versöhnt, als mir ein Herr seinen Platz anbietet. Kurz nach 18:00 h bin ich daheim, wir gehen ein letztes Mal zu unserem netten Türken und dann packen wir unsere Koffer, denn morgen geht es zurück nach Stuttgart.

24. Oktober 2024, Istanbul

Wir haben die Abfahrtszeiten der Fähre gestern fotografiert und gehen eine Stunde vorher, also um 10:30 h aus dem Haus, das müsste reichen. 40 Minuten später stehen wir in Karaköy am Anleger und finden keine Information zu den Fähren zu den Prinzeninseln. Das gibt’s doch nicht. Es gibt hier noch einen zweiten Anleger, vielleicht haben wir da mehr Glück. Hurra, so ist es, wir kaufen zwei Tickets und setzen uns in die Sonne und warten. Um 11:45 h geht es los und 1 3/4 Stunden später gehen wir von Bord und befinden uns auf Büyükada, der größten der Inseln. Hier gibt es fast nur Elektrofahrzeuge und daher ist das Herumschlendern recht entspannt. Wir freuen uns an den schönen alten Holzhäuser und natürlich an den Katzen. Ein Katzenbaby kann ich retten indem ich in einen Müllcontainer klettern, es in meinen Pullover wickele und so heraushole. Wir trinken im „Candy Island“ Kaffee und natürlich essen wir dazu jeder ein Stück Kuchen. Und dann ist es auch schon fast 16:00 h, Zeit für die Heimfahrt. Wieder auf dem Festland, gehen wir über den Galataturm nach Hause, den ich muss noch ein paar Postkarten schreiben und die findet man im Zeitalter von WhatsApp gar nicht mehr so leicht.

23. Oktober 2024, Istanbul

Das Wetter soll heute wunderbar werden, deshalb packen wir unsere Bücher ein und gehen zum Anleger für die Prinzeninseln für einen entspannten Tag. Leider war die Information im Internet etwas lückenhaft und als wir um 12:15 h ankommen, sehen wir, dass eine Fähre gerade weg ist und die nächste erst in 1 3/4 Stunden kommt. Deshalb disponieren wir um und fahren mit der Straßenbahn nach Eminönü um uns die Hauptattraktionen anzuschauen. Zuerst stellen wir uns bei der Hagia Sophia (Heilige Weisheit) an. Unglaublich, dass diese riesige ehemalige Kirche 537 fertig gestellt wurde. Was mich sehr beeindruckt ist, dass bei der Umwandlung 1453 in eine Moschee die christlichen Mosaike nicht zerstört wurden. Anschließend gehen wir zu Blauen Moschee, die 1616 fertig geworden ist und wegen ihrer blauen Mosaike so genannt wird. Hier dürfen wir, nachdem wir unsere Schuhe ausgezogen haben, in den Gebetsbereich. Man merkt ihr an, dass sie viel später gebaut wurde, denn sie ist viel lichter. Nach einigem Suchen beschließen wir, wieder ins „Café Sabor“ zu gehen, auch wenn wir es inzwischen schon gut kennen. Zur Abwechslung essen wir einen Karamelkuchen. Als letzten Punkt haben wir uns für heute den Versunkenen Palast, die ehemalige Zisterne vorgenommen. Von Kaiser Konstantin in Auftrag gegeben, wurde sie schließlich von Kaiser Justinian gebaut und war 542 bereit den großen Palast mit Wasser zu versorgen. Sie kann 80.000 Kubikmeter fassen und zur Zeit werden in dem flachen Wasser moderne Skulpturen ausgestellt. Heute haben wir viel gesehen und gehen noch ganz erfüllt zur Halic Metro Brücke und fahren mit der Bahn heim.

22. Oktober 2024, Istanbul

Inzwischen kennen wir den schnellsten und gleichzeitig nettesten Weg zum Anleger und sind auch rechtzeitig am Postamt um Briefmarken zu kaufen. Heute wollen wir auf die asiatische Seite von Istanbul und zwar zuerst nach Üsküdar, denn dort hat Boris einen Plattenladen ausfindig gemacht. Den finden wir leider nicht, also machen wir uns auf nach Kadiköy, dort soll es sehr nett sein. Google Maps führt uns zu einer Grünfläche, die sich als Friedhof entpuppt. Allerdings geht es hier, anders als bei uns, kreuz und quer zu, es gibt keine Wege und alles ist überwuchert von Pflanzen. Irgendwann finden wir eine Öffnung in der Mauer, Boris hilft mir herunter zu springen und wir sind wieder auf der Straße, lassen Harem rechts liegen und sind dann auch schon in Kadiköy am Hafen. Boris entdeckt einen Stand der Balik Ekmek, die hiesigen Fischbrötchen verkauft und muss mir, als Vegetarier, leider beim Essen zuschauen. Wir schlendern in den Ort hinein und Boris, der Spürhund, führt uns zielsicher in eine Straße mit Plattenläden. Während er stöbert, schaue ich mich nach einem Café um und entdecke das „Café Archiv“ mit einer entzückende Bedienung und leckerem Pumpkin-Cheesecake. Ich hole Boris und wir setzen uns in den kleinen Innenhof und entspannen. Danach geht es mit neuen Kräften weiter durch die kleinen Gassen mit Antiquitätengeschäften und vielen anderen Läden. Aber irgendwann endet auch dieser schöne Tag, wir gehen zum Anleger und erleben auf der Heimfahrt einen tollen Sonnenuntergang mit Blick auf die Moscheen und die Galatabrücke. Jetzt müssen wir nur noch den steilen Berg hinauf und kurz darauf sitzen wir wieder bei dem netten Türken und essen leckeres Gemüse.

21. Oktober 2024, Istanbul

Als erstes wollen wir uns heute einen Stadtplan zu holen und ein Sammelticket für die Blaue Moschee, die Hagia Sophia und die versunkenen Zisternen. Die Tourist Information liegt gut versteckt im dritten Stock eines alten Gebäudes in einer Touristenmeile und dort erfahren wir, dass die Blaue Moschee keinen Eintritt kostet und man mit dem Ticket nur in einen Teil der Hagia Sophia rein kommt. Dafür haben wir jetzt jeder einen, zwar etwas rudimentären Stadtplan, der aber immerhin einen Metroplan hat. Anschließend fahren wir mit einer riesigen Fähre wieder nach Eminönü, bestaunen den alten Bahnhof, der ursprünglich eine der Endstationen des Orient Express gewesen ist und gehen dann durch den Park Richtung Topkapi Palast. Hier schauen wir uns alles an, was frei zugänglich ist und machen uns dann auf die Suche nach einem Café. Dabei landen wir im Fashion District von Istanbul und finden fast nicht mehr hinaus. Mit Hilfe von Google Maps und ein paar Läden, an die wir uns erinnern, finden wir schließlich den Weg zum „Café Sabor“ und essen nochmal jeder ein Stück von dem leckeren home made Käsekuchen. Der letzte Punkt auf der heutigen Agenda ist der Bücher Basar. Er ist überschaubar und als wir ihn am anderen Ende verlassen, stehen wir — oh nein — wieder im Fashion District. Zum Glück wissen wir jetzt den Weg hinaus. Wir folgen den Schildern zur Metro Station vorbei an den vielen wunderbaren, beleuchteten Moscheen und sind so ganz schnell wieder in Beyoglu, unserem Viertel.

20. Oktober 2024, Istanbul

Heute wollen wir mit dem Bus auf den Flohmarkt im Stadtteil Bomonti. Um unsere verkehrsreiche Straße zu vermeiden, gehen wir zur Parallelstraße und stehen plötzlich auf einem kleinen Sonntagsmarkt. Wir kaufen säuerlich eingelegte gelbe Oliven, Salat, Radieschen, eine Zitrone und frischen Mais. Zurück geht es nach Hause und dann zur Bushaltestelle, wo uns leider beide Busse, die wir nehmen könnten, vor der Nase weg fahren. Aber irgendwann kommt der nächste Bus, wir steigen an der richtigen Haltestelle aus und nach kurzem Verlaufen und nach dem Weg fragen sind wir da und stürzen uns in das Gewimmel der über 400 Stände. Toll, es gibt kaum Second Hand Bekleidung und keine neuen Sachen, dafür sonst eigentlich alles von Büchern über Berge von Plastikspielsachen bis zu Messingkerzenleuchtern und Unmengen an Porzellanwaren. Ich finde ein Kästchen mit orangefarbenen Knäufen, nehme mir zwei, feilsche etwas und bin ganz vergnügt, da kommt der Sohn des Verkäufers und gibt mir eine Schraube die bei einem der Knäufe fehlt. Sie ist zwar zu lang, aber das finde ich so nett, dass ich sie trotzdem nehme. Aber er hat bemerkt, dass sie zu lang ist und gibt mir eine kürzere. Die scheint zu dünn zu sein, da merkt Boris, dass dieser Knauf kein Gewinde hat. Wir dürfen ihn umtauschen, jetzt passt die Schraube und wir drei strahlen uns an. Nach 1,5 Stunden taumeln wir erschöpft, aber vergnügt wieder auf die Straße und kehren im Café Belgizar ein. Ich esse einen San Sebastian Kuchen, das ist ein Käsekuchen mit dicker Schokoladensoße drüber, wow. Der Service ist super aufmerksam und der Chef stellt uns seinen Sohn vor und bietet Tee an. Nach Hause gehen wir zu Fuß und kommen dabei an einer Konditorei mit Marienkäfern und Mini-Eclairs vorbei. Während ich Fotos mache, schaut der Besitzer heraus und schenkt jedem von uns einen Mini-Eclair — wie nett ist das denn. Daheim machen wir uns Maiskolben und Salat und ich mache noch ein Foto aus unserem Fenster, denn der Himmel ist so schön.

19. Oktober 2024, Istanbul

Heute wollen wir noch einmal versuchen die Antikmeile zu finden und nach einigem Hin und Her und im Kreis herumlaufen sind wir da. Wir kaufen ein paar alte Postkarten, Boris schaut sich ganz viele Schallplatten an und ich bin ganz glücklich über ein Beutelchen alter Knöpfe. Unterwegs stoßen wir zufällig noch auf ein Fotoshooting. Als nächstes steht der Galataturm auf der Agenda, ein hübscher Turm der ursprünglich Teil der Festung war und vielleicht auch eine zeitlang als Leuchtturm gedient hat. Weiter geht es, wir schlängeln uns durch die Touristenmeile zum Hafen und fahren mit der Fähre auf dem Goldenen Horn zur anderen Seite um uns den Misir Carsisi, den Spice Bazar anzuschauen. Bei einem Blick zurück sehen wir, dass der Turm unter einem Regenbogen liegt. Als erstes brauchen wir jetzt Kaffee, wir werden fündig und der Käsekuchen im „Café Sabor“ übertrifft all unsere Erwartungen. Mit neuer Kraft stürzen wir uns zurück ins Gedränge, finden unter all den Basaren und Märkten schließlich auch den Spice Basar und sind von der Vielfalt an Gewürzen und Süßigkeiten schwer beeindruckt. Langsam wird es dunkel, wir nehmen die Fähre zurück, schauen noch in einen Plattenladen hinein, kaufen im Carrefour ein und dann gehen wir indisch essen.

18. Oktober 2024, Istanbul

Wir werfen die Waschmaschine an, frühstücken und gehen los. Es hat genieselt und vor dem Haus versucht ein Van die Straße hoch zu fahren. Sie ist nass und steil und die Reifen sind abgefahren mit dem Ergebnis, dass er es fast nicht schafft. Das ist ja fast wie bei uns im Winter. Leider wird der Regen stärker, das macht keinen Spaß und wir kehren um, lesen und recherchieren noch ein bisschen bis die Wäsche fertig ist und wir sie aufhängen können. Und dann scheint auch schon wieder die Sonne und wir starten auf ein Neues. Um die stark befahrene Straße bei uns zu vermeiden, machen wir einen großen Bogen und kommen so in ein sehr entspanntes Eck mit Pflanzen und Jahrhundertwende Häusern und schiefen kleinen Gebäuden. Wir landen wie geplant auf der Istiklal und gehen zum Café „Mandabatmaz“, was soviel bedeutet wie „ein Wasserbüffel, der nicht versinken kann“, sprich der Kaffee ist so stark, dass er darauf stehen kann. Das ist ein Tipp aus unserem Reiseführer und ich teste sowas immer ganz gerne, um den Geschmack des Autors einschätzen zu können. Leider ist das Café recht teuer und die Kuchen sind sehr süß. Wir bummeln weiter zu einem Buch-/Plattenladen und dann wieder Richtung Bosporus. Dort wird gerade viel gebaut und irgendwann kann man hier sicher durch eine Grünanlage am Wasser schlendern, aber im Moment muss man noch an einer großen Straße entlang. Mitten im Baustellengewimmel picken ein paar Hühner im Boden während sich daneben Katzen putzen. Wir gehen weiter Richtung Goldenes Horn um den Galata Turm anzuschauen. Auf dem Weg kommen wir zu einem Mall, wir und der Rucksack werden gescannt und dann sind wir im modernen Istanbul. Und sehen noch einen Buch-/Plattenladen, Boris findet sogar eine Schallplatte, aber leider ist sie falsch ausgezeichnet und ich finde eine Tasse. Inzwischen ist es etwas spät geworden, wir lassen uns den Weg zu einer anderen Standseilbahn zeigen, ich bewundere gerade die hübschen Fliesen, da kommt auch schon die Bahn und kurz darauf sind wir daheim. Heute wird gekocht.

17. Oktober 2024, Istanbul

Nach dem Frühstück gehen wir einkaufen und weil wir keine SIM-Karte für die Türkei haben, schreibe ich eine Wegbeschreibung zum nächsten großen Supermarkt auf. Das wird spannend, aber tatsächlich klappt es wunderbar und wir finden auch wieder nach Hause. Und dann ziehen wir los, unser Viertel Beyoglu erforschen. Nicht weit ist die Istiklal Caddesi mit vielen großen Läden und schönen alten Passagen mit Souvenirshops, aber uns zieht es mehr in die Seitengassen mit ihren vielen Stufen. Gegen 14 Uhr bekomme ich Hunger und wir finden ein Café und dort entdeckt Boris, dass nicht weit entfernt ein Plattenladen ist (in einem anderen waren wir schon drin). Dort gehen wir hin und danach wissen wir nicht mehr wo wir sind, verirrt in einer der größten Städte der Welt. Aber der Nieselregen hat aufgehört und wir sind gestärkt und lassen uns einfach treiben. Und dann stehen wir auf einmal auf dem Taksim-Platz mit seiner Moschee, eine Straßenbahn zuckelt die Straße hoch und überall hängen Fahnen — 100 Jahre türkische Republik. Im Internet habe ich gesehen, dass es eine wiederaufladbare Fahrkarte gibt mit der man mit Metro, Tram, Bus und Boot fahren darf. Also machen wir uns am Informationsstand schlau und besorgen uns jeder eine Karte. Boris findet einen Stadtplan von der Touristinformation und damit und etwas Glück finden wir den Bosporus. Nicht weit ist die Regenbogentreppe, aus Frust am Grau der Stadt entstanden, wurde sie zum Symbol für die LGTBQ+ Community und zum Zeichen des Widerstands gegen die Erdogan Regierung. Jetzt haben wir die Wahl, entweder wir gehen den steilen Weg bergauf zurück oder wir suchen die Haltestelle der Standseilbahn zum Taksim-Platz. Das ist einfach und bald sitzen wir in der Bahn, ein Fahrgast setzt sich um, damit wir zusammen sitzen können und im Nu sind wir wieder oben. Wir bummeln die Istiklal entlang und dann nach Hause, machen uns kurz frisch und anschließend gehen wir wieder in das kleine Lokal, in dem wir gestern schon waren. Und weil wir inzwischen Bargeld haben, können wir auch Trinkgeld geben und ersparen uns gleichzeitig die Gebühren für die Kreditkartenzahlung.

16. Oktober 2024, unterwegs

Unsere Empfangsdame eröffnet das Frühstücksbuffet speziell für uns schon um halb acht und ruft uns auf unsere Bitte ein Taxi. Und pünktlich um 9:30 h geht die Fahrt los. Im Bus gibt es keine Toilette, in Sunny Beach erwischen wir leider eine sehr unfreundliche Toilettenfrau, aber in Burgas habe ich Glück, der Toilettenautomat ist kaputt und man darf umsonst hinein. Leider habe ich wohl nicht, wie ich wollte, die zwei vordersten Plätze gebucht, sondern die zwei hintersten und beim Wiedereinsteigen ist mein Platz belegt (Boris hatte sich sowieso mehr in die Mitte gesetzt). Wir fahren durch riesige Wälder und große Ebenen. An der Grenze ist es wie in den 70er Jahren, es gibt das übliche Warten, eine Passagierin hat wohl keinen Pass dabei, die Beamten sind mürrisch. Versüßt wird uns das Ganze durch die Kapriolen der vielen Katzen. Um 19:10 h (fast zwei Stunden später als geplant) kommen wir in Istanbul an, finden einen Taxifahrer der Kreditkarten akzeptiert und fünf Minuten vor acht Uhr sind wir in unserer Wohnung im fünften Stock. Wir wollen gleich wieder los, denn wir haben Hunger, aber wir bekommen die Haustüre nicht auf. Boris rennt nach oben um den automatischen Türöffner zu betätigen, so klappt es. Wir kaufen Bier und Chips bei einem sehr netten jungen Mann — und bekommen die Haustüre diese Mal von außen nicht auf. Unseren Host können wir nicht kontaktieren, weil ich keine SIM-Karte für die Türkei habe. Wir geben wieder und wieder den Code ein, Boris drückt mit aller Kraft und irgendwann bekommen wir heraus, dass man erst kurz ziehen und dann drücken muss. Wir verstauen unsere Einkäufe, finden ein nettes kleines Lokal, essen leckeres Gemüse mit Brot und bekommen noch jeder ein Stück Kuchen geschenkt. Das wärmt die Seele.