12. August, Brooklyn

Beim Aldi soll der Käse günstig sein, deshalb wollen wir da heute mal vorbeischauen. Ich bin ja bereits Anfang Juni dort gewesen und fand ihn recht vernachlässigt und so geht es uns heute beiden. Wir kaufen nur ein paar Sachen und fahren weiter zum Flatbush Coop, einem der Bioläden die von Mitgliedern betrieben werden. Fabian hatte mir schon von dem Konzept erzählt und Eileen schwärmt dafür, wir sind also gespannt. Das Angebot ist sehr gut und schwer bepackt ziehen wir fünf Häuser weiter um im „Madeline“ einen Kaffee zu trinken. Es ist wieder etwas regnerisch, perfekt für einen gemütlichen Nachmittag zu Hause.

11. August, Brooklyn

sdr

Boris zieht gleich nach dem Frühstück los und ich bleibe da um ein bisschen zu recherchieren, in Ruhe meinen Blog zu verfassen und ein paar Freunden zu schreiben. Als ich losziehe ist es daher bereits halb drei und weil mein erster Stopp nur per Bus zu erreichen ist, disponiere ich um. Mein Plan war beim Hafenbüro in Red Hook nach meinem Fähren-Pass zu fragen, dann in Chinatown Kaffee zu trinken und anschließend in ein paar Thrift Shops in der Upper East Side zu gehen. Inzwischen sollte ich es eigentlich besser wissen, die Busfahrt alleine dauert schon 1,5 Stunden. Kurz nach vier Uhr unterbreche ich meine Reise und gehe im „Konditori — Swedish Espresso Shop“ einen Kaffee trinken und esse dazu einen leckeren Käse-Scone. Direkt gegenüber liegt die „Poetry Society of America“ und im Schaufenster liegen wunderhübsche Bücher. Zum Glück haben sie geschlossen, sonst wäre ich bestimmt schwach geworden. Ich fahre weiter und beschließe bis zur Endstation zu fahren, das ist die Haltestelle Ikea. Sie liegt direkt am Wasser und es gibt Schautafeln die erklären wie hier früher die Schiffe repariert wurden. Wenn man sich das so ansieht, verdeutlicht es, dass Niew Amsterdam als Handelshafen angelegt wurde und dass das, wofür New York City heute bekannt ist — Wolkenkratzer, Wall Street, MoMA und noch viel mehr aus dieser Hafenstadt entstanden ist. Ich gehe rüber zum Fährenanleger, aber es ist niemand da den ich nach meinem Pass fragen kann und deshalb fahre ich heim.

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10. August, Manhattan

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Space: The final frontier. These are the voyages of Chris and Boris. … Viele Kilometer von Stuttgart entfernt dringen die beiden in Locations vor die schon viele vor ihnen gesehen haben. Zum Beispiel das Artechouse, welches wir mit unseren GoCity Pässen besuchen. In Zusammenarbeit mit NASA und einem KI Programm hat dieses Museum eine Ausstellung mit zum Teil interaktiven Exponaten zusammengestellt. Im oberen Stockwerk kann man sich selbst in Zahlen und Farben abbilden oder von KI erstellte Kunstwerke anschauen. Das untere Stockwerk wird, bis auf die Decke, komplett mit Videos aus dem Weltall und dem NASA Programm bespielt. Das ist echt beeindruckend. Das Museum ist im „Chelsea Market“ untergebracht, einem ehemaligen Lagerhaus im Meat Packing District. Dort befinden sich auch zahlreiche Läden, Cafés und Restaurants, aber da es heute regnet ist es hier sehr voll und wir beschließen lieber in Chinatown einen Kaffee zu trinken. Leider regnet es, als wir aus der Metrostation kommen, so stark, dass wir beschließen heim zu fahren.

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09. August, Brooklyn

dav

Es ist mal wieder Wäsche waschen angesagt und dann geht Boris Platten jagen und ich gehe in die Bibliothek zu den Flatbush Buchkindern. Heute sind wir in einem extra Raum und es sind auch nur 13 Kinder. Aber die meisten Kinder vom letzten Mittwoch sind wieder dabei und dieses Mal entstehen einige Geschichten. Es geht natürlich auch heute recht wild zu, aber bis auf ein paar Tränen haben alle Spaß. Danach bin ich kaputt und als Boris heim kommt beschließen wir den Gutschein von meinen Thieme Kolleginnen und Kollegen einzusetzen und ins „Black Forest Brooklyn“ zu gehen. Es liegt an der Smith Street, die früher ziemlich verrufen war, heute aber von hippen Cafés, Restaurants und kleinen Läden gesäumt wird. Wir essen einen Vegi Burger und trinken ein Schöfferhofer, das in total süßen 0,5 l Stiefeln serviert wird.

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08. August, Manhattan

Nach Roosevelt Island kommt man auch heute noch, trotz Subway-Verbindung mit der Seilbahn, die hier Tram genannt wird. Als die Insel noch Welfare Island hieß und im Wechsel oder zum Teil auch gleichzeitig mit Strafanstalten und Krankenhäusern bebaut war, war der Zugang nur über einen Aufzug von der Queensboro Bridge, welcher 1955 durch eine Hebebrücke ersetzt wurde, möglich. Ende der 60er Jahre beschloss man die Insel als Wohngebiet zu erschließen und 1976 wurde als Übergangslösung „The Tram“ eröffnet. Als 1989 die Subway begann zur Insel zu fahren, war die Tram bereits zur Touristenattraktionen avancierte und durfte bleiben. Der Ausblick aus der Luft ist wirklich überwältigend und da ein Teil vom Cornell University Campus auf der Insel ist, ist es hier sehr entspannt. Zurück auf der großen Insel Manhattan fahren wir zu Macy’s, der 1858 gegründeten und mittlerweile größten Kaufhauskette der USA. Landesweit gibt es mehr als 700 Macy’s, aber das Kaufhaus in NYC ist mit 116.000 qm natürlich das Größte.

07. August, Brooklyn

sdr

Wir wagen einen neuen Versuch eine IDNYC zu bekommen und stehen um 8:40 h vor der Central Library. Um 9 Uhr gehen die Türen auf und wir kommen auch schnell dran. Leider müssen wir unseren Mietvertrag auf Papier vorlegen und als wir den Ausdruck dann haben, werden nur noch Antragsteller mit Termin dran genommen. Wir bekommen aber endlich einen Termin und sollen am 28. August wieder kommen. Und wenn wir schon mal da sind, wollen wir gleich einen Bibliotheksausweis für Boris machen lassen. Eine schöne Überraschung, es gibt für jeden von uns noch einen extra Souvenir Ausweis mit Jay-Z drauf dazu. Wir fahren heim um zu frühstücken und während Boris wieder auf Plattenjagd geht, treffe ich mich mit Joyce zum Kaffee. Sie ist eine liebe Kollegin aus dem Thieme New York Büro und die Zeit mit ihr vergeht wie im Flug. Auf dem Heimweg freue ich mich an den Haltestellen und daheim fange ich endlich an meinen Rock zu nähen. Boris kommt um 18 Uhr nach Hause und überrascht mich mit einem Cranberry-Walnuss-Brot.

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06. August, Brooklyn

sdr

Am Sonntag ist immer ein kleiner Markt auf der Cortelyou Road nicht weit von uns. Außerdem soll es dort nette Läden und viele kleine Restaurants geben. Das Wetter ist perfekt und der Weg sehr entspannt, wir sehen einen uralten Buick und entdecken nette Details an einer Scheune. Auf dem Markt kaufen wir Äpfel und ich kaufe ein Second Hand T-Shirt und bekomme ein paar Strümpfe dazu geschenkt. Der Rückweg führt uns an ein paar Yard Sales vorbei und abschließend trinken wir noch einen Kaffee bei „Der Pioneer“. Am Abend lädt uns Frances, der Freund unserer Vermieterin Eileen, zum thailändisch essen ein, was für ein schöner Sonntag.

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05. August, Manhattan

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Boris geht heute nochmal nach Greenpoint und ich will ein bisschen durch die Läden im Fashion District, dem Bereich zwischen 7th Ave und 8th Ave und 34th St und 42nd St, stromern. Dort gibt es die meisten Stoffläden in Manhattan und sehr viele Läden die Knöpfe, Bänder, Reißverschlüsse und ähnliches verkaufen. Zum Glück wohne ich nicht in New York City, sonst würde ich hier sicher wöchentlich einkaufen. So halte ich mich zurück, kaufe ein paar Fransen und Perlseide (made in Germany) und staune über die glitzernden Stoffballen. Mitten zwischen all den Stoffläden liegt ein kleines Geschäft für handgerollte Zigarren. Langsam bekomme ich Hunger und beschließe zurück nach Brooklyn zu fahren und auf dem Kings Highway nach einem Deli Ausschau zu halten, bei dem ich ein Reuben Sandwich (Corned Beef, Emmentaler und Sauerkraut auf einem Roggenbrötchen) bekomme. Leider habe ich kein Glück und es wird wieder ein Pastrami Sandwich. Ich esse es an der Bushaltestelle (Hunger!) und unterhalte mich nebenher mit einer Frau die drei Ballons in einer Tüte transportiert. Sie ist auf dem Weg ins Krankenhaus um ihre Mutter zu besuchen. „Bye honey“, ruft sie mir beim Aussteigen zu. Den Rest des Tages verbringe ich in Brighton Beach um noch ein paar Sonnenstrahlen einzufangen und den Lifeguards beim Muskeln spielen lassen und den Kindern beim Sandeln zuzuschauen.

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04. August, Brooklyn

sdr

Wenn man nur eine Woche in New York City ist, verbringt man die meiste Zeit wahrscheinlich in Manhattan. Einmal mit der Fähre nach Staten Island und gleich wieder zurück, einmal zu Fuß über die Brooklyn Bridge, mit der Metro nach Coney Island, das sind dann schon Ausflüge. Genau so habe ich es beim letzten Urlaub im Big Apple gemacht. Deshalb genieße ich es jetzt auch zu sagen, „Lass uns nach Greenpoint fahren, da kenne ich eine gute Bäckerei.“. Und dann sitzen wir erst im Bus und dann 32 Minuten in der Metro und schon sind wir in einer Art Kleinstadt mit Holzhäuser und einer alten Drogerie mit polnischen Produkten und der Bäckerei in der viele ältere Kunden mit der jungen Verkäuferin auf polnisch reden. Wir gehen eine Straße entlang zu einer großen leeren Fläche direkt am East River auf der am Wochenende ein kleiner Flohmarkt stattfindet. Dort haben drei der alten Lagerhäuser ihre Wände zum Teil weiß gestrichen, denn dies is das örtliche Drive-in, wo von Donnerstag bis Sonntag zwei aktuelle und im täglichen Wechsel ein älterer Film gezeigt werden. Wir trinken in einem verwunschenen kleinen Garten einen Kaffee und Boris plant die beste Strecke um all die vielen Plattenläden zu erforschen. Ich schlendere noch ein bisschen alleine durch die Straßen und dann fahre ich heim.

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03. August, Manhattan

Dieses Foto zeigt unseren Chip mit dem wir ins Spyscape, das Museum für Spionage dürfen. Dies ist die erste unserer Attraktionen die wir mit dem GoCity Pass besuchen. Das Museum ist toll gemacht, man kann sich den Aston Martin DB5 von 007 in „GoldenEye“ anschauen (aber leider nicht damit fahren) und die Fialka, eine russische Chiffriermaschine aus der Zeit des kalten Krieges. An verschiedenen Stationen kann man sein Talent fürs Spionieren testen, einen Lügendetektor ausprobieren und Überlebens-Tipps als Spion bekommen. Das war ein super Erlebnis und wir fahren noch ganz erfüllt nach Coney Island, gehen kurz über den Boardwalk um dann von der futuristischen „Aquarium“ Haltestelle aus rüber nach Brighton Beach zum Einkaufen zu fahren.

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