Nachdem wir gestern die Walkingtour gemacht haben, wollen wir heute fast alles was im Reiseführer noch an Jugendstil erwähnt wurde anschauen. Unser erster Halt ist die Strudelhofstiege mit hübschen Lampen und einem Fischbrunnen der uns sehr gefällt. Wir fahren weiter zur österreichischen Postsparkasse deren Schriftzug gerade geputzt wird, sind aber etwas enttäuscht, denn das Gebäude ist doch eher nüchtern. Zum Stadtspark ist es nicht weit, wir genießen das Grün und am Ende erwarten uns die zwischen 1903 und 1907 von Friedrich Ohmann und Josef Hackhofer erbauten Flussportalpavillons und Ufertreppen, Jugendstil vom Feinsten. Auch das Tor zur Haltestelle ist wunderschön und wir nutzen die Chance um zum Naschmarkt weiterzufahren. Dort wird der Eingangsbereich gerade umgebaut, aber der Betrieb dieses Touristen-Lieblingsortes geht natürlich weiter. Überall bekommt man Oliven oder Baklava angeboten und in den Lokalen gibt es viel zu essen. Wir schlendern an den Ständen entlang zu unserem eigentlichen Ziel, dem Majolika-Haus, dessen Fassade komplett mit den wunderschönen Fliesen von Alois Ludwig bedeckt ist. Ein Stückchen weiter steht das Wahrzeichen des Wiener Jugendstils, das Sezessionsgebäude. Was mich jedesmal fasziniert ist, dass es, obwohl reich verziert, so schlicht ausschaut. Wir kaufen ein paar Postkarten und dann geht es weiter, wieder zum Spittelbergviertel wo sich viele nette Cafés und die meisten Plattenläden befinden. Am Abend wollen wir eigentlich in ein Lokal, das leckeres Gemüse in der Auslage hat, aber dann entscheiden wir uns kurzfristig um und kochen noch einmal Pasta.
8. Juli 2025, Wien
Leider ist das Wetter immer noch sehr unfreundliche, deshalb frühstücken wir gemütlich und ziehen recht spät los. In meinem alten Reiseführer gibt es eine Walkingtour und die wollen wir heute mal ablaufen. Am Stephansdom geht es los und da schauen wir natürlich kurz bei „Carla“, einem karitativen Gebrauchtwarenladen rein und ich kaufe einen kleinen Puppenkopf. Weiter geht es zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, wovon wir eine riesige Jugendstiluhr am beeindruckendsten finden. Es ist die Ankeruhr, die 1911 anlässlich der Gründung der Anker Versicherungsgesellschaft von Franz von Matsch als Brücke zwischen zwei Häusern erbaut wurde. Sie zeigt im Lauf von zwölf Stunden zwölf für Wien historisch bedeutende Figuren an. Was wir auch sehr schön finden ist ein Jugendstilgebäude, in dessen Erdgeschosssich sich ein „H&M“ befindet. Inzwischen ist es Zeit Kaffee zu trinken und danach wollen wir ins Spittelbergviertel, denn dort gibt es einige Plattenläden. Aber nicht nur, sondern auch sehr nette Cafés und einen Kiloladen in dem ich ein cooles Hemd finde das mir Boris schenkt. Weil das alles doch recht anstrengend war, kaufen wir fertige Tomatensoße, Pasta ist noch da und entspannen daheim.
7. Juli 2025, Wien
Kurz vor sieben Uhr kommen wir in Wien an, es regnet. Zuerst bringen wir unser Gepäck in einem Schließfach unter und anschließend holen wir uns zwei Wochenkarten für die öffentlichen Verkehrsmittel von Wien. So gerüstet ziehen wir los und auf Grund des Wetters sofort zur nächsten Bushaltestelle um uns so Wien ohne nass zu werden anzuschauen. Wir wechseln ein wenig zwischen den verschiedenen Buslinien hin und her und um 10 Uhr betreten wir die Bibliothek in der Zirkusgasse und machen es uns dort gemütlich. Leider macht sie um 12 Uhr schon wieder zu — Mittagspause. Da es gerade nicht regnet schauen wir noch in die „Paper Republic“ hinein in der vor Ort wunderschöne Notizbücher mit Ledereinband und eingestanztem Namen oder Wörtern hergestellt werden. Inzwischen ist es Nachmittag, wir holen unser Gepäck vom Bahnhof ab und fahren in die Theresiengasse. Weil wir etwas zu früh dran sind, gehen wir Kaffee trinken und dann ist es endlich soweit. Die Wohnung ist schön groß und hell und gut ausgestattet. Wir richten uns ein bisschen ein, gehen kurz einkaufen und nachdem wir alles verstaut haben zum Inder und essen dort ein sehr leckeres Thali.
6. Juli 2025, unterwegs
Um 19:45 h ziehen wir los und kurz darauf am Bahnhof in unser kleines Zuhause für unterwegs ein. Wir kennen ja schon alles von unserer 2024 Balkanreise und freuen uns riesig. Zum Einstimmen holen wir uns noch zwei Dosen ungarisches Bier und dann geht es los. In München bekommen wir leider zwei sehr aufgeregt Kabinennachbarinnen, aber nachdem Boris sie gebeten hat ruhiger zu sein, wird es still und wir können wieder schlafen. Ich wache rechtzeitig auf, wir ziehen uns an und dann kommt unser Frühstück, zwei Scheiben Weißbrot, Kaffee, Saft, Käse und diverse Aufstriche. Jetzt kann unser Wienabenteuer beginnen.
10. Juni 2025, Neckartrip 1
Heute will ich zur Neckarquelle und dann ein Stück den Fluss entlang. Mal schauen wie weit ich kommen werde. Aber zuerst frühstücke ich gemütlich und nehme den etwas späteren Zug um 10:27 h. Einmal umsteigen in Rottweil und pünktlich um 12:06 h bin ich in Schwenningen. Die Neckarquelle ist ausgeschildert und zwanzig Minuten später bin ich schon da. 1581 errichtete Herzog Ludwig von Württemberg hier einen Stein mit der Inschrift, „Da ist des Neccars Ursprung“ und 1822 trank der württembergische König Wilhelm I aus dieser Quelle. 1895 versiegte sie, wurde aber 1907 neu gefasst. 1934 gab es den Versuch das Schwenninger Moos als Neckarursprungsort festzulegen, dies wurde aber 1981 korrigiert. Und hier noch kurz ein paar Daten: Der Neckar ist 367 km lang, hat 27 Schleusen und ist mit einer Durchschnittstemperatur von 16 Grad Deutschlands wärmster Fluss. 2010 wurde im Rahmen der Landesgartenschau um die Quelle herum ein Park angelegt durch den ich nun am Wasser entlang losziehe. Bald komme ich zum Ortsrand von Schwenningen und wandere vorbei am Casino und einem Küchenstudio weiter. Bedauerlicherweise ist der Neckarweg gleichzeitig der Neckarradweg. Das bedeutet, er ist flach, asphaltiert und relativ langweilig. Einmal höre ich einen kleinen Wasserfall, linkerhand liegt in weiter Ferne ein Flugplatz mit Museum, ich komme an einem Hundefutterhersteller vorbei und werde von einem der Mitarbeiter nach der Zeit gefragt, weil er seine Uhr verloren hat, am Wegrand blühen wilde Iris, Habichtkraut und Natternkopf, ein Wanderer sieht mich mit dem Handy hantieren und ruft mir zu, dass laut einem neuen Gesetz das Wandern mit Handy jetzt verboten sei, in einem Waldstück zwitschern trotz der Hitze die Vögel. Es ist also schon kurzweilig, aber mir fehlt das Auf und Ab und nach zwei Stunden spüre ich deutlich meine Hüfte. Laut Google müsste in Kürze der Staatsbahnhof von Trossingen kommen, vielleicht gibt es dort ein Café und ich kann mich ein bisschen stärken. Aber leider ist der Bahnhof nur ein Bahnsteig und der Ort selbst ist 4,2 km entfernt. Der Zug nach Rottweil ist vor drei Minuten abgefahren und der nächste kommt erst in 50 Minuten, also heißt es warten. Auch in Rottweil ist der Bahnhof außerhalb des Ortes gelegen und so stapfe ich den Berg hinauf Richtung Café Herz, trinke dort einen recht schlechten Kaffee und esse ein Stück eher mittelmäßigen Kuchen. Zurück am Bahnhof sehe ich, dass der schnelle Zug 20 Minuten Verspätung hat und der langsame nur 5 Minuten verspätet losfährt. Leider schaffe ich es aber nicht mehr auf den langsamen Zug und muss daher wieder warten. In Böblingen plane ich in die S-Bahn umzusteigen, aber es gibt Gleisstörungen und so verzögert sich auch hier die Abfahrt. Am Feuersee fährt mir der Bus Nr. 41 vor der Nase weg und ich fahre mit dem Bus Nr. 43 bis zum Marienplatz, weil es dort ein Wartebänkchen gibt. Als ich an der Haltestelle sehe, dass der nächste Bus Nr. 41 ausfällt, beschließe ich mir ein Eis zu gönnen. In der Eisdiele drängelt sich eine junge Frau von der Seite her vor, aber ich habe keine Lust mich zu ärgern und das Eis ist lecker und versöhnt mich mit diesem etwas unbefriedigenden Tag. Da der Rest des Neckarwegs sicher auch asphaltiert sein wird, bin ich inzwischen am Überlegen, ob ich im Sommer nicht andere Ausflüge machen soll.
16. Mai 2025, St. Georgen
Mit den Überraschungstrips will ich den Sommer über pausieren und stattdessen den Neckar von der Quelle bis nach Stuttgart erforschen. Boris wollte eigentlich mal auf einen der Überraschungstrips mitkommen, ist dann aber ganz begeistert, als er hört, dass es nach Schwenningen geht, denn dort soll es ein Phonomuseum geben. Es stellt sich allerdings heraus, dass das Museum in St. Georgen ist, dem Ort aus dem unzählige Dual Produkte stammen. Da die generelle Richtung stimmt, fahren wir deshalb zuerst dorthin. Auf dem Weg haben wir in Villingen eine halbe Stunde Zeit zum Umsteigen und anstatt auf dem Bahnhof zu warten, machen wir einen kurzen Abstecher in das hübsche Städtchen. In St. Georgen geht es dann steil bergauf zum Museum. Wir sind beide sehr beeindruckt von der Vielzahl der Produkte die hier gezeigt werden. Ein bisschen mehr Information hätten wir uns zwar gewünscht, aber eine Demonstration von zwei Grammophonen und einem Orchestrion entschädigt uns schnell. Die Zeit vergeht wie im Flug und bald ist klar, dass wir den direkten Zug nach Schwenningen nicht erreichen werden. Das bedeutet, mit dem Zug zurück nach Villingen und von dort mit dem Bus weiter. Weil unser Zug leider Verspätung hat und wir deshalb den Bus (der nur jede halbe Stunde fährt) verpassen, beschließen wir uns Villingen etwas besser anzuschauen. Wir bummeln die Obere Straße entlang auf der Skulpturen der verschiedenen Villinger Fasnetfiguren stehen. Der Narro ist hier im Ort die Hauptfigur, aber der Kater Miau gefällt uns natürlich am besten. Während Boris sich im örtlichen Plattenladen umschaut, kaufe ich zur Erinnerung ein kleines Deko-Reh und schaue mir von außen das Münster und den 1989 von Klaus Ringwald entworfenen Brunnen auf dem Münsterplatz an. Anschließend gehen wir in das wunderbare „Kaffeehaus Villa“ und essen zu leckerem Kaffee riesige Stücke Karottenkuchen. Langsam wird es spät und wir machen uns auf den Weg Richtung Bahnhof. Dabei kommen wir am „Café und Weinstube Raben“ vorbei, das sich in einem historischen Gebäude aus dem Jahr 1631 befindet und 1911 von dem Maler Albert Säger wunderschön dekoriert wurde. Leider ist es zur Zeit geschlossen. Kurz darauf stehen wir auf dem Bahnsteig und sind bereit für den Heimweg. Schwenningen muss leider warten.
13. April 2025, Markelfingen
Nach dem Aufstehen gehe ich gleich zum Bäcker um Brötchen und den bestellten Hefezopf zu holen. Wir frühstücken sehr gemütlich und kommen deshalb etwas spät los, auch weil das Wetter sich mit Nieselregen etwas unleidig zeigt. Aber wir lassen uns die gute Laune nicht verderben, denn heute geht es auf die Insel Mainau, mit ihren 45 Hektar die drittgrößte Insel im Bodensee (nach den Inseln Reichenau und Lindau). Bald stehen wir staunend vor riesigen Tulpenbeeten und Ulla erzählt, dass die Anordnung der verschiedenen Farben mit Hilfe von Drohnen fotografiert wird, damit es jedes Jahr gleich aussieht. Wir schlendern weiter zum Blumenpfau, einem der Wahrzeichen der Insel und danach in das Palmenhaus und obwohl ich kein Orchideenfan bin, bin ich doch jedesmal beeindruckt von den über 3000 Exemplaren. Soviel anzuschauen macht hungrig, deswegen ist unsere nächste Station das Schlosscafé mit seinen wunderschönen und leckeren Torten. Wir schauen uns noch die Souvenirs an, da stellt Julia plötzlich fest, dass es schon recht spät ist und wir sausen zurück zum Auto. Daheim sammele ich schnell alles zusammen, Ulla packt mir noch den halben Hefezopf ein und fährt mich dann nach Singen, damit ich nicht umsteigen muss. Wir verabschieden uns und schon ist mein Miniurlaub vorbei.
12. April 2025, Markelfingen
Ich fahre über das Wochenende zu Ulla an den Bodensee und zum Glück klappt das Umsteigen in Singen obwohl wir verspätet losgefahren sind. Ulla und Julia holen mich ab und wir gehen direkt zum örtlichen Event, der Segnung des Osterbogens mit hunderten von liebevoll dekorierten Ostereiern. Wir lauschen der Blaskapelle und diversen Reden und dann gehen wir weiter zum Bäcker, bestellen einen Hefezopf für Sonntag und holen uns Teilchen zum Kaffee daheim. Frisch gestärkt machen Ulla und ich uns an die Gartenarbeiten und während wir uns anschließend erholen, übt Julia Klavier. Das Abendprogramm besteht aus einer Fahrt nach Sipplingen wo aktuell der Blütenweg nach Ludwigshafen beginnt. Den betrachten wir allerdings nur aus der Ferne, denn wir haben Hunger und reihen uns daher ein in die Schlange vor dem Eingang zur „Seeliebe“, einem sehr loungigen Restaurant direkt am See. Am anderen Ufer glitzern die schneebedeckten Gipfel der Berge und der See liegt im Abendlicht, wie schön es hier ist.
10. April 2025, Überraschungstrip 7
Heute ist Donnerstag, also eigentlich nicht der planmäßige Tag für einen Überraschungstrip. Um 10:15 h stehe ich an Gleis 1 und sehe, dass der erste Zug nach 10:20 h nach Tübingen fährt (da war ich gerade erst) und der zweite nach Gaildorf (da habe ich nicht so richtig Lust drauf). Und da ich sowieso schon schummele, setze ich noch eins drauf und nehme den Zug um 10:18 h. Dieser Zug kommt in einer Stunde in Horb an, aber das kenne ich ja auch bereits. Deshalb beschließe ich heute länger zu fahren. Irgendwann soll der Zug geteilt werden, der hintere Teil fährt nach Rottenburg und der vordere nach Freudenstadt. Letzteres klingt fröhlicher, deshalb steige ich in Böblingen nach vorne um. In Bondorf kommt dann die traurige Nachricht, ein „Personenschaden“ auf unserer Strecke. Um mich herum wird viel telefoniert, ich lese. 30 Minuten später kommt die Durchsage, dass in 45 Minuten ein Busersatzverkehr eingesetzt wird. Ich steige aus um Bondorf zu erforschen, muss allerdings feststellen, dass dies schnell erledigt ist. Ich überlege ob ich zurück zum Bahnhof soll, da sehe ich eine Bushaltestelle für einen Bus nach Rottenburg und kurz darauf steige ich ein. Die Fahrt führt vorbei an der Wurmlinger Kapelle, einem alten Wachturm und vielen, vielen blühenden Obstbäumen. In Rottenburg steige ich beim Marktplatz aus, hole mir in Büro der Touristeninformationen einen Stadtplan und schlendere los. Die Stadt ist wirklich wunderhübsch und sehr entspannt. Ich fotografiere die schönste gotische Brunnensäule Südwestdeutschlands, trinke einen Cappuccino und esse ein Franzbrötchen und dann gehe ich in die 2017 eröffnete Bibliothek, da vergeht die Zeit natürlich schnell. Weiter geht es zum Stadtgraben in dem sich heute ein großer Spielplatz befindet und dann stehe ich auf der Brücke über den Neckar und denke wie so oft, dass ein Fluss, der Teil der Stadtlandschaft ist, einfach sofort Urlaubsgefühle weckt. Am Fluss entlang und dann links sollte der Pulverform kommen, aber ich werde durch ein Straßenschild auf dem „Klein Venedig“ steht abgelenkt, das muss ich mir natürlich anschauen. Es ist ein sehr nettes verwinkelten Viertel, allerdings ohne Kanäle. Nach dem Pulverturm gehe ich über eine andere Brücke zurück und stapfte die Stufen hinauf zum letzten Punkt auf meiner Agenda, dem Kalkweiler Tor. Danach geht es wieder zum Bahnhof und nach einer Viertelstunde warten kommt auch schon mein Zug. Das läuft ja wunderbar denke ich, als kurz nach Tübingen die Durchsage kommt der Zug sei kaputt. Wir fahren zurück und alle wetzen zum nächsten Zug, der dann natürlich total überfüllt ist. Um 18:38 h kommen wir in Stuttgart an.
27. März 2025, unterwegs
Die Koffer sind gepackt, Boris geht es zum Glück etwas besser und um 7:10 h ziehen wir los und sind dann doch fast eine halbe Stunde vor der Abfahrt am Bahnhof. Ich erspähe ein Hinweisschild zum „Salon de Grand Voyageur“. Ob das wohl der Warteraum für 1. Klasse Reisende ist? Das passt zwar nicht ganz, aber die nette Dame am Empfang lässt uns trotzdem hinein und schaut sogar noch nach, von welchem Gleis wir abfahren werden. Es ist angenehm ruhig und die Sessel sind sehr bequem, aber bald ist es Zeit zum Gleis zu gehen, unser Zug wartet bereits und wir richten uns ein, denn die Fahrt nach Karlsruhe dauert 6,5 Stunden. Weil wir das letzte Stück auf der Hinfahrt im Dunkeln unterwegs waren, gibt es auf der Rückfahrt, zumindest zu Beginn, noch viel Unbekanntes zu sehen, zum Beispiel schnurgerade Kanäle, kleine Schlösser, und Brücken die über die vielen Wasserläufe führen. Außerdem viele, viele Kühe und Pferde, ein paar Schafe und eine Herde Damwild, nur Störche gab es nur auf der Hinfahrt. In Deutschland kommt es zu einem Halt auf freier Strecke der uns fünfzehn Minuten Zeit kostet (20 Minuten haben wir um umzusteigen) und in Karlsruhe wird unser Bahnsteig umgebaut, wir müssen also erstmal schauen, wo unser Zug heute abfährt. Das Internet auf meinem Handy hat den Wechsel von SNCF zu Deutschland noch nicht geschafft, wir bitten daher eine entzückende Sicherheitsangestellte der Deutschen Bahn um Hilfe, da sehen wir selber, dass der Zug nach Leipzig auch in Stuttgart hält, springen hinein und kaum sitzen wir, fährt er auch schon los. Wir bestellen uns zwei Kaffee und teilen uns das riesige Stück Bananbrot aus dem „Bon Miette“ und kurz vor fünf Uhr sind wir dann daheim.