13. April 2025, Markelfingen

Nach dem Aufstehen gehe ich gleich zum Bäcker um Brötchen und den bestellten Hefezopf zu holen. Wir frühstücken sehr gemütlich und kommen deshalb etwas spät los, auch weil das Wetter sich mit Nieselregen etwas unleidig zeigt. Aber wir lassen uns die gute Laune nicht verderben, denn heute geht es auf die Insel Mainau, mit ihren 45 Hektar die drittgrößte Insel im Bodensee (nach den Inseln Reichenau und Lindau). Bald stehen wir staunend vor riesigen Tulpenbeeten und Ulla erzählt, dass die Anordnung der verschiedenen Farben mit Hilfe von Drohnen fotografiert wird, damit es jedes Jahr gleich aussieht. Wir schlendern weiter zum Blumenpfau, einem der Wahrzeichen der Insel und danach in das Palmenhaus und obwohl ich kein Orchideenfan bin, bin ich doch jedesmal beeindruckt von den über 3000 Exemplaren. Soviel anzuschauen macht hungrig, deswegen ist unsere nächste Station das Schlosscafé mit seinen wunderschönen und leckeren Torten. Wir schauen uns noch die Souvenirs an, da stellt Julia plötzlich fest, dass es schon recht spät ist und wir sausen zurück zum Auto. Daheim sammele ich schnell alles zusammen, Ulla packt mir noch den halben Hefezopf ein und fährt mich dann nach Singen, damit ich nicht umsteigen muss. Wir verabschieden uns und schon ist mein Miniurlaub vorbei.

12. April 2025, Markelfingen

Ich fahre über das Wochenende zu Ulla an den Bodensee und zum Glück klappt das Umsteigen in Singen obwohl wir verspätet losgefahren sind. Ulla und Julia holen mich ab und wir gehen direkt zum örtlichen Event, der Segnung des Osterbogens mit hunderten von liebevoll dekorierten Ostereiern. Wir lauschen der Blaskapelle und diversen Reden und dann gehen wir weiter zum Bäcker, bestellen einen Hefezopf für Sonntag und holen uns Teilchen zum Kaffee daheim. Frisch gestärkt machen Ulla und ich uns an die Gartenarbeiten und während wir uns anschließend erholen, übt Julia Klavier. Das Abendprogramm besteht aus einer Fahrt nach Sipplingen wo aktuell der Blütenweg nach Ludwigshafen beginnt. Den betrachten wir allerdings nur aus der Ferne, denn wir haben Hunger und reihen uns daher ein in die Schlange vor dem Eingang zur „Seeliebe“, einem sehr loungigen Restaurant direkt am See. Am anderen Ufer glitzern die schneebedeckten Gipfel der Berge und der See liegt im Abendlicht, wie schön es hier ist.

10. April 2025, Überraschungstrip 7

Heute ist Donnerstag, also eigentlich nicht der planmäßige Tag für einen Überraschungstrip. Um 10:15 h stehe ich an Gleis 1 und sehe, dass der erste Zug nach 10:20 h nach Tübingen fährt (da war ich gerade erst) und der zweite nach Gaildorf (da habe ich nicht so richtig Lust drauf). Und da ich sowieso schon schummele, setze ich noch eins drauf und nehme den Zug um 10:18 h. Dieser Zug kommt in einer Stunde in Horb an, aber das kenne ich ja auch bereits. Deshalb beschließe ich heute länger zu fahren. Irgendwann soll der Zug geteilt werden, der hintere Teil fährt nach Rottenburg und der vordere nach Freudenstadt. Letzteres klingt fröhlicher, deshalb steige ich in Böblingen nach vorne um. In Bondorf kommt dann die traurige Nachricht, ein „Personenschaden“ auf unserer Strecke. Um mich herum wird viel telefoniert, ich lese. 30 Minuten später kommt die Durchsage, dass in 45 Minuten ein Busersatzverkehr eingesetzt wird. Ich steige aus um Bondorf zu erforschen, muss allerdings feststellen, dass dies schnell erledigt ist. Ich überlege ob ich zurück zum Bahnhof soll, da sehe ich eine Bushaltestelle für einen Bus nach Rottenburg und kurz darauf steige ich ein. Die Fahrt führt vorbei an der Wurmlinger Kapelle, einem alten Wachturm und vielen, vielen blühenden Obstbäumen. In Rottenburg steige ich beim Marktplatz aus, hole mir in Büro der Touristeninformationen einen Stadtplan und schlendere los. Die Stadt ist wirklich wunderhübsch und sehr entspannt. Ich fotografiere die schönste gotische Brunnensäule Südwestdeutschlands, trinke einen Cappuccino und esse ein Franzbrötchen und dann gehe ich in die 2017 eröffnete Bibliothek, da vergeht die Zeit natürlich schnell. Weiter geht es zum Stadtgraben in dem sich heute ein großer Spielplatz befindet und dann stehe ich auf der Brücke über den Neckar und denke wie so oft, dass ein Fluss, der Teil der Stadtlandschaft ist, einfach sofort Urlaubsgefühle weckt. Am Fluss entlang und dann links sollte der Pulverform kommen, aber ich werde durch ein Straßenschild auf dem „Klein Venedig“ steht abgelenkt, das muss ich mir natürlich anschauen. Es ist ein sehr nettes verwinkelten Viertel, allerdings ohne Kanäle. Nach dem Pulverturm gehe ich über eine andere Brücke zurück und stapfte die Stufen hinauf zum letzten Punkt auf meiner Agenda, dem Kalkweiler Tor. Danach geht es wieder zum Bahnhof und nach einer Viertelstunde warten kommt auch schon mein Zug. Das läuft ja wunderbar denke ich, als kurz nach Tübingen die Durchsage kommt der Zug sei kaputt. Wir fahren zurück und alle wetzen zum nächsten Zug, der dann natürlich total überfüllt ist. Um 18:38 h kommen wir in Stuttgart an.

27. März 2025, unterwegs

Die Koffer sind gepackt, Boris geht es zum Glück etwas besser und um 7:10 h ziehen wir los und sind dann doch fast eine halbe Stunde vor der Abfahrt am Bahnhof. Ich erspähe ein Hinweisschild zum „Salon de Grand Voyageur“. Ob das wohl der Warteraum für 1. Klasse Reisende ist? Das passt zwar nicht ganz, aber die nette Dame am Empfang lässt uns trotzdem hinein und schaut sogar noch nach, von welchem Gleis wir abfahren werden. Es ist angenehm ruhig und die Sessel sind sehr bequem, aber bald ist es Zeit zum Gleis zu gehen, unser Zug wartet bereits und wir richten uns ein, denn die Fahrt nach Karlsruhe dauert 6,5 Stunden. Weil wir das letzte Stück auf der Hinfahrt im Dunkeln unterwegs waren, gibt es auf der Rückfahrt, zumindest zu Beginn, noch viel Unbekanntes zu sehen, zum Beispiel schnurgerade Kanäle, kleine Schlösser, und Brücken die über die vielen Wasserläufe führen. Außerdem viele, viele Kühe und Pferde, ein paar Schafe und eine Herde Damwild, nur Störche gab es nur auf der Hinfahrt. In Deutschland kommt es zu einem Halt auf freier Strecke der uns fünfzehn Minuten Zeit kostet (20 Minuten haben wir um umzusteigen) und in Karlsruhe wird unser Bahnsteig umgebaut, wir müssen also erstmal schauen, wo unser Zug heute abfährt. Das Internet auf meinem Handy hat den Wechsel von SNCF zu Deutschland noch nicht geschafft, wir bitten daher eine entzückende Sicherheitsangestellte der Deutschen Bahn um Hilfe, da sehen wir selber, dass der Zug nach Leipzig auch in Stuttgart hält, springen hinein und kaum sitzen wir, fährt er auch schon los. Wir bestellen uns zwei Kaffee und teilen uns das riesige Stück Bananbrot aus dem „Bon Miette“ und kurz vor fünf Uhr sind wir dann daheim.

26. März 2025, Marseille

Boris ist das indische Essen leider so schlecht bekommen, dass er beschließt erstmal im Bett zu bleiben. Deshalb ziehe ich leider alleine los und zwar zuerst zum Place des Moulins wo ich mich mit meinem Reader für ein Stündchen in die Sonne setze. Weiter geht es über viele Stäffele hinunter zum alten Hafen und kreuz und quer durch das Viertel wieder zum Café „Bon Miette“ wo ich einen Linsensalat esse und mir eine Scheibe Bananenbrot für die Heimfahrt morgen kaufe (Boris will nichts Süßes mehr essen). Ich bummele weiter zur rue Fontange, kaufe eine Kleinigkeit bei „manon martin“ und trinke ein paar Häuser weiter einen Espresso in dem netten Café „Razzia“. Und weil die Sonne so schön scheint setze ich mich am Cours Julien noch vor eine kleine Brasserie, trinke einen Pastis und lese mein Buch zu Ende. Inzwischen ist es 16:00 h und es hat immer noch 24°, ich schlenderen noch durch den Markt bei der Demeter Statue im Noailles, schaue ein bisschen ein paar Boule Spielern zu, gehe weiter zum Hafen, fahre ein letztes Mal mit der kleinen Fähre und dann bin ich auch schon Ruck Zuck daheim.

25. März 2025, Aix-en-Provence

Boris hat Geburtstag und ich hole zum Baguette noch ein kleines Erdbeertörtchen. Fünf Minuten vor elf Uhr gehen wir los, denn heute wollen wir mit dem Zug nach Aix-en-Provence und der fährt um 11:23 h ab. Um 11:18 h wollen wir zwei Fahrkarten kaufen und werden weiter geschickt, die Automaten funktionieren nicht richtig, na das fängt ja gut an. Wir gehen zurück zum Fahrkartenschalter und ich frage, dieses Mal auf Englisch, wo wir Fahrkarten kaufen können. Draußen stehen viele Busse und zum Glück fragt Boris, ob auch ein Bus nach Aix fährt. Ja, schon in drei Minuten und günstiger ist er dazuhin. Und schneller auch noch, so ein Glück. In Aix gehen wir als erstes zum fnac wo Boris sich drei Schallplatten gönnt. Wir bummeln herum und freuen uns an dem schönen Wetter und der entspannten Atmosphäre. Die Stadt ist wirklich sehr hübsch und gepflegt, aber irgendwie auch unspektakulär was ich später an der mageren Fotoausbeute merke empfinde es jedoch als sehr angenehm, dass ich auch auch mal nicht ständig in Versuchung bin die Kamera zu zücken. Boris findet bei Monoprix ein gestreiftes T-Shirt das ich ihm schenke und dann ist es höchste Zeit für Kaffee. Einige Cafés haben bereits geschlossen, oder die Maschine ist nicht gut oder es gibt keine Toilette. Kurz, es ist nicht einfach und schließlich gehen wir in eines der großen Cafés wo die Pains au Chocolat leider total lätschig sind, aber der Cappuccino dafür lecker ist. Anschließend geht es mit dem Bus zurück nach Marseille, kurz in die Wohnung die Einkäufe abladen und dann in eine Bar auf einen Aperol Spritz der leider gar nicht spritzig ist. Jetzt freuen wir uns auf indisches Essen, das Restaurant hat gute Bewertungen bekommen, stellt sich dann aber als Teil eines Foodcourts mit Karaoke heraus. Zur Entschädigung werden wir mit einem fantastischen Sonnenuntergang belohnt. Kulinarisch war dieser Geburtstag also leider ein Reinfall, aber wir finden, dass es trotzdem ein schöner Tag war.

24. März 2025, Marseille

Heute wollen wir getrennte Wege gehen, aber erst gehen wir gemeinsam zum alten Hafen. Dort geht Boris Richtung Museum und ich gehe zur kleinen Fähre die Passagiere für 50 Cent von einer Seite des Hafens zur anderen Seite fährt. Drüben angekommen gehe ich zur großen Bushaltestelle am Hafen mit ihrer verspiegelten Überdachung und dann mache ich mich auf den Weg zum Palais Longchamps, der von 1862 bis 1869 erbaut wurde um die Wasserversorgung der Stadt durch den Canal de Marseille von der Durance zu feiern. Kaum angekommen, beginnt es zu regnen und ich stelle mich schnell unter. Vor mir steht eine Palme und nacheinander lassen sich dort fünf Papageien nieder, wie lustig. Hinter der Palastanlage, die heute zwei Museen beherbergt, gibt es einen Park der früher zum Teil ein Zoo war. Heute heißt das Gelände „Funny Zoo“ und in einigen der ehemaligen Käfige sind große, bunte Plastiktiere untergebracht. Das ehemalige Giraffen- und Elefantenhaus sind sehr hübsch. Über kleine Sträßchen schlendere ich zum Quartier Noailles um mir ein supergiftiges, orangefarbenen Gebäckstück zu kaufen. Es besteht aus fritiertem Teig der in gefärbten Zuckersirup getaucht wurde und während ich daran knabbere, geht ein älterer Herr an mir vorbei und sagt, “ Ce n’est pas bon pour ta santé“ und, weil mir der Gedanke auch schon gekommen ist, antworte ich lachend „Oui, je sais“. Schon toll, wie schnell sich das Gehirn umstellen kann. Nach dem ganzen Zucker ist mir ein bisschen schlecht und anstatt Kaffee trinken zu gehen, kaufe ich noch schnell ein paar Kartoffeln für unser Abendessen und mache mich anschließend auf den Weg zur alten Stadtmauer um über einen Steg zum MuCEM zu gehen und die Aussicht zu genießen. Und dann gehe ich heim.

23. März 2025, Marseille

Heute wollen wir auf den großen Flohmarkt der sich im Norden der Stadt befindet. Am Wochenende sollen hier zusätzlich zum Markt in der Halle noch viele Händler im Freien dazu kommen. Das bedeutet zuerst eine Fahrt mit dem Bus. Ich lege €5 hin, der Fahrer schaut mich auffordernd an, ach ja, ich muss ja noch sagen was ich will. Wir erhalten unsere Billets und passen gut auf, dass wir die richtige Haltestelle erwischen, denn der Norden soll gefährlich sein und wir wollen möglichst nicht wie ignorante Touristen herumirren. Das klappt natürlich gar nicht, wir fahren zu weit und gehen an der Straße 1/4 Stunde zurück, fühlen uns aber überhaupt nicht bedroht. Und dann sind wir da und es gibt — fast — alles. Was es nicht gibt sind Schallplatten, Vintage Kleidung und kleine nette unnütze Dinge, also das was wir uns von einem Flohmarkt erhoffen. Es macht trotzdem riesig Spaß uns durch das Gewimmel zu drängeln. Boris kauft sich ein Bandanatuch, dessen Größe der Händler demonstriert, indem er es sich um den Kopf bindet. Ich kaufe uns köstliche Oliven und kurz bevor wir gehen an einem Stand noch eine politisch komplett unkorrekte Blechdose die mit alter Schokolade gefüllt ist. Direkt am Markt ist eine Metro Haltestelle, wenn Google das mal gewusst hätte und wir fahren wieder in die Stadt. Boris, die Spürnase, findet den kleinen Trödelladen wieder, in dem wir letztes mal meinen Monsieur Renard gekauft haben, aber er hat leider geschlossen, so wie auch das nette Café um die Ecke. Beim weiter bummeln kommen wir am „Bookstore International“ vorbei, der uns gestern bereits aufgefallen war. Dort gibt es auch Kaffee und Kuchen und wir spazieren, weil es noch zu früh ist, einmal ums Carré und gehen dann hinein. Hier ist es richtig gemütlich und das „Pain d’Épice“ ist sehr lecker. Es stellt sich die Frage, heim oder ins nahegelegene „Quartier Antiquaire“ und wir entscheiden uns für letzteres. Was für eine grandiose Fehlentscheidung, denn es ist weiter entfernt als angesagt und es gibt sehr wenige Läden und diese haben alle geschlossen, nur vor dem „Café Edmond“ steht eine rauchende Bedienung. Und dann brechen die angekündigten Gewitter los. Da Metro oder Bus uns nicht in die Nähe unserer Wohnung bringen und die Vorhersage schwere Regenfälle bis 23 Uhr ankündigt, es also auch keinen Sinn macht irgendwo einen Apéro zu uns zu nehmen, spurten wir los. Wir springen über Pfützen, eilen an Sturzbächen vorbei die Treppen hinauf, weichen den plötzlichen Ergüssen, die der Wind von den Dächern weht, aus und stehen 20 Minuten später bis auf die Haut durchnässt und tropfend in unserer Wohnung. Eigentlich wollten wir heute essen gehen, aber wir strecken die Pastareste und bleiben daheim.

22. März 2025, Marseille

Heute wollen wir mal die Croissants von unserem Bäcker probieren, müssen aber feststellen, dass seine Forte das Baguette ist und das ist uns ja auch lieber so. Für mich ist es immer wieder erstaunlich was für einen guten Orientierungssinn Boris hat und wie gut er sich auch an unsere 2023 Reise nach Marseille erinnert, denn für mich ist vieles fast neu und ich erinnere mich nur schwach. Deshalb verlasse ich mich auch ganz auf ihn, als wir uns auf den Weg zu den Docks de la Joliette machen. Dort befinden sich auf der einen Seite die alten Lagerhäuser in denen sich heute kleine Läden und Restaurants befinden und auf der anderen Seite das riesige Einkaufszentrum mit allen bekannten Ladenketten. Wir verbringen sehr viel Zeit auf beiden Seiten und so ist es auch schon etwas spät als wir wieder auf der Straße stehen — fast Zeit für Kaffee. Bei uns um die ecke ist ein Salon du thé mit buchladen , das wollten wir eventuell mal ausprobieren, aber es ist sehr voll. Weil wir das Café gestern so nett fanden, beschließen wir wieder dorthin zu gehen. Auf dem Weg kommen wir an einem Platz vorbei auf dem ein kleines Fest gefeiert und getanzt wird. Im Café wagen wir uns dieses Mal an die Törtchen, mmm, leckere Creme, nur der Teig ist ein bisschen hart. Wir bummeln weiter zum Cours Julien, denn dort gibt es einen Plattenladen und während ich es mir auf dem Sofa gemütlich mache, stöbert Boris ein bisschen herum. Zurück auf der Einkaufsstraße will Boris bei C & A noch kurz nach T-Shirts schauen, währenddessen fotografiere ich die Fassade, denn C & A ist im ehemaligen Grand Hotel du Louvre et de la Paix untergebracht. Dann ist es auch schon spät und während Boris zum Carrefour geht um Salat und Milch zu kaufen, hole ich beim Bäcker noch ein kleines Baguette für unsere Brotzeit.

21. März 2025, Marseille

Um halb acht Uhr stehe ich auf und gehe los zum nächsten Carrefour um Milch, Saft, Marmelade, Butter, Tomaten, Bananen, und leckeren Käse fürs Frühstück zu kaufen und auf dem Rückweg kaufe ich noch ein Baguette von der Boulangerie um die Ecke. Wir frühstücken gemütlich und ziehen dann los Richtung Meer. Dort schauen wir uns die wunderbare Cathédrale de la Major an, die zwischen 1852 und 1896 im neoromanisch-byzantinischem Stil erbaut wurde. Wir trotzen den heftigen Windböen und gehen weiter zum MuCEM, das 2013 nach den Entwürfen Rudy Ricciottis gebaut wurde. Am Kai schauen wir vier Jungs zu die sich ins Wasser trauen und gehen dann weiter zur alten Stadtmauer wo ich einen karierten Schal, der bestimmt in Kürze ins Meer geweht worden wäre, rette. Von der Mauer führt uns unser Weg auf der Suche nach einem Monoprix Kaufhaus in die Innenstadt. Boris braucht Unterwäsche und ich entdecke eine rosa-weiß gestreifte Bluse, Sommer pur und bekomme sie von Boris geschenkt. Schließlich kaufen wir noch vier Flaschen „Ecusson“, den rosa Cidre den wir so gerne trinken und gehen schwer bepackt heim um gleich darauf erleichtert wieder loszuziehen. Erst geht es durch das Viertel Noailles in dem es sehr wuselig zugeht und es viele faszinierende afrikanische Läden gibt. Überall hängen riesige Loofahs und es duftet nach Weihrauch und Gewürzen. Und dann ist es auch schon Zeit für Kaffee und mit etwas Hilfe von Google landen wir auf dem Place du Général de Gaulle beim Café „Bonne Miette“, dem Café zum guten Krümel. Der Name passt, wir essen zum Cappuccino zwei leckere Brownies. Anschließend machen wir uns auf den Heimweg und holen unterwegs beim Carrefour noch Gemüse und Parmesan für unser Abendessen.